Spielberichte

Nachholspiel am 31.03.2012

7:0-Sieg gegen Berliner Brauereien – Einheit lebt noch

VfB Einheit zu Pankow vs. SV Berliner Brauereien  7:0 (2:0)

Tor (Einheit): viermal Rosalski, je einmal  Schulze, Joppien und Rother 

Aufstellung:
Tor:                Schmunck

Abwehr:         Schönebeck, Lehmann, Krubeck, Rackow

Mittelfeld:      Rosalski, Joppien, Rother

Sturm:            Schulze, Meixner

Ein verstärktes Einheit gewann bei übelstem Wetter gleich mit 7:0 gegen die Berliner Brauereien und sendete im Abstiegskampf ein Lebenszeichen an die Konkurrenz ab.

Trainer Schulze konnte für das einzige Nachholspiel der Liga ein ungewöhnlich gut besetztes Team aufbieten. Mit drei „Legionären“ von Seefeldt konnte das Mittelfeld völlig neu bestückt werden – heute taktisch richtigerweise in einer Raute: als 6er Rother, davor anfangs Rosalski und Joppien und vorne Stoßstürmer Schulze. In die Zweier-Abwehr zurückgezogen wurde Lehmann neben dem etatmäßigen Abwehrchef Schönebeck.

Bei einem der übelsten Wetter der letzten Jahre mit eiskaltem Wind, Regen und Graupelschauern plätscherte das Spiel zunächst auf dem Zobel-Rasen-Platz vor sich hin. Einheit war fast das gesamte Spiel spielbestimmend und die Brauereien versuchten Konternadelstiche zu setzen. Durch Fehlpässe im Spielaufbau oder Stellungsfehler gelang ihnen das ansatzweise ein paar Mal, meist in der ersten Halbzeit. Aber zwei drei gute Torchancen wussten sie nicht konsequent zu nutzen. So nahm das Unglück für den Gast zwangsläufig seinen Lauf. Zumal die Einheit-Abwehr sonst sehr sicher stand.

Joppien schoss nach knapp zehn Minuten an den Pfosten und den Abpraller nutzte Rosalski zum 1:0 für Einheit. Rosalski erzielte nach einer feinen Einzelleistung einige Minuten später das 2:0.

Jeweils Mitte beider Halbzeiten wurden als neue Abwehr Krubeck und Rackow eingewechselt. Krubeck: starker Auftritt, sehr sicher – Rackow anfangs einige nicht ungefährliche Unsicherheiten, dann gesteigert.

In Halbzeit 2 brachen die Berliner Brauereien in sich zusammen. Sie hatten auch recht schnell zwei angeschlagene Spieler zu beklagen, aber nur einen Auswechselspieler dabei. Gegen die Einzelleistungen vom erneut überragenden Rosalski (vier Tore heute!) und Joppien hatten sie überhaupt kein Gegenmittel. In der ersten Halbzeit scheiterte Joppien noch, dann ein Antritt, ein Dribbling und rein das Ding. Auch der Ball lief in der 2. Halbzeit meist sehr sicher und ohne unnötige Egoismen auf Einheits Seite, so dass der zweikampfstarke Debütant Rother und der knallharte Stürmer Schulze (auch mit einem starken Assist zu einem Rosalski-Tor) sich verdientermaßen auch noch in die Torschützenliste eintragen konnten.

Pankows Meixner konnte zehn Minuten vor Schluss die eingefrorenen Glieder aufwärmen, als er als Stürmer (!) für Schulze eingewechselt wurde. Er machte so einige Bälle fest und spitzelte nach einer wiederholt starken flachen und scharfen Ecke von Joppien den Ball knapp über das gegnerische Tor. Torwart und Capitano Schmunck reagierte bei den wenigen Bällen, die heute direkt auf sein Tor kamen, sehr sicher.

Fazit: wir nehmen diesen Kantersieg gegen ein heute schwaches Team aus dem Mittelfeld der Tabelle gerne positiv auf. Nach der nicht minder guten Leistung letzte Woche, mit einem ganz anderen Team, gelangen uns endlich mal wieder ein Sieg und drei Punkte, was mental gut ist. Aber wir wollen das besser mit jetzt drei mickrigen Punkten zum ersten Abstiegsplatz nicht überbewerten und abheben. Wenn Einheit konstanter wird und ordentlich wie in den letzten beiden Spielen besetzt ist, klappt es wohl mit dem Klassenerhalt. Wenn nicht, ist nächstes Jahr Bezirksliga angemessen. Das 7er-Altligateam von Einheit und sein Umfeld sind gespannt auf ihre nächsten Spiele nach der dreiwöchigen Osterpause.

Rüdiger Meixner

19. Spieltag am 25.03.2012

Knappes Spiel am Rande des Spielabbruchs bei Liria

FC Liria  vs. VfB Einheit zu Pankow 4:3 (2:1)

Tor (Einheit): 1:1 J. Schulze ; 4:2 Schönebeck ; 4:3 Heinrich (FE) 

Aufstellung:
Tor:                Wianke

Abwehr:        Schönebeck, Meixner, Krubeck

Mittelfeld:     Heinrich, Schmunck

Sturm:           J. Schulze

Trotz der besten Leistung seit Wochen verlor Einheit knapp beim Spitzenreiter Liria, wobei das Spiel nach einer gelb-roten Karte gegen einen Liria-Spieler am Rande des Spielabbruchs stand.

In aller Herrgottsfrühe traf sich das Einheit-Team beim Liria-Platz (Rodelbergweg) an der Spree – und zur allgemeinen Verwunderung an einem holprigen Schlackeplatz, was man seit Jahren nicht mehr gewohnt ist. Da die beiden Trainer nicht dabei waren, organisierte das Team gemeinsam die Formalitäten, insbesondere Kapitän Schmunck. Pankow musste aufgrund Verletzungen und längerem Urlaub ohne Auswechselspieler zurechtkommen, was heute prima gelang.

Der Ball holperte zunächst minutenlang über den staubigen Acker bei Sonnenschein durch die Reihen beider Teams. Dann ein Ballverlust von Heinrich zentral beim Mittelkreis. Liria überbrückte blitzschnell den freien Raum und ein Spieler schoss unhaltbar hart an Wianke vorbei. Dieser konnte uns heute im Tor verstärken, so dass Schmunck ausnahmsweise mal wieder im Mittelfeld auflaufen konnte. Wenige Minuten später spielte eben dieser von der linken Seite einen starken Pass auf Sturmalleinunterhalter J. Schulze, der mit dem Spann den Ball hart und sehenswert um den Keeper ins Tor drehte.

Schmunck, in solchen Szenen gut im Spiel, merkte man aber natürlicherweise gelegentlich doch an, dass er mangelnde Spielpraxis als Feldspieler hat. So unterlief ihm etwa zehn Minuten später ein leichter Ballverlust an der Außenbahn der gegnerischen Hälfte. Liria schaltete wie beim 1:0 im Stile einer Spitzenmannschaft wieder blitzschnell um und schoss den Ball genauso hart und unhaltbar zum 2:1 ein.

Pankow war aber am heutigen Tage ebenbürtig. So schoss Schulze den Ball an das gegnerische Lattenkreuz. Und Sekunden vor dem Halbzeitpfiff flankte Schulze stark von links den Ball hoch an den Liria-Fünfmeterraum. Meixner lief gedankenschnell vor seinen Gegenspieler und köpfte den Ball stark bedrängt knapp über das Tor.

In Halbzeit 2 fielen in etwa zehn Minuten die Treffer zum 1:3 und 1:4 für Liria. Mindestens einmal wieder begünstigt durch einen wieder einmal tödlichen Ballverlust der Mittelfeldachse, was heute spielentscheidend sein sollte. Die Abwehr mit Abwehrchef Schönebeck, Meixner und Krubeck samt Torwart Wianke (auch starke Fußabwehren) spielte so stark und fast fehlerlos wie lange nicht mehr. Auch daher blieb Einheit im Spiel.

Meixner spielte den Ball quer auf den kurz hinter der Mittelinie völlig freistehenden Schönebeck. Der lief noch zwei Schritte und nutzte seine gute Form zu einem formidablen Fernschuss, der zum 2:4-Anschlusstreffer im Liria-Tor einschlug (Schmunck stand clever in der Sicht des älteren Keepers). Auf einmal ein Neunmeter für Einheit. Schulze war zuvor kurz vor oder auf der Strafraumgrenze hart gefoult worden. Heinrich verwandelte ganz sicher in die Ecke zum 3:4.

Sofort riefen Meixner und andere „Da geht noch was.“ Und Liria wurde ganz schön nervös. Eigentlich unverständlich für einen Spitzenreiter, der nicht den allerbesten Tag erwischt hatte, aber technisch gut den Ball laufen ließ. Doch jetzt kamen von ihm nur noch Fouls und hektisches Geschrei. Auch die üblichen ein, zwei Pankow-Spieler hielten hart (mal legal, mal weniger) dagegen. Bewundernswert Einheit Moral in der letzten Viertelstunde. Ein Serie von Freistößen folgte logischerweise den diversen Fouls, meist für Pankow. Diese spielten die Freistöße und sonstige Bälle lang nach vorne – und auf einmal kamen jetzt fast alle an.

Fünf Minuten vor Schluss zückte der bis dahin gute Schiri fast schon logischerweise die gelb-rote Karte für einen dauerfoulenden und -meckernden Liria-Spieler. Und dieser brüllte ohne Pause von direkt hinter der eigenen Auslinie Richtung Platz in einer mir fremden Sprache. Ist das schon Bedrohung des Schiris oder allgemeiner Frust? Der Schiedsrichter sagte jedenfalls so etwas wie „Jetzt reicht es mir.“ Und brach das Spiel nach Meinung der meisten Spieler mit Worten und Gesten ab. Nach einigen Minuten wollte er auf einmal überraschend weiterspielen. Sah er die Lage als beruhigter an oder hatte er Angst bekommen? Meixner, der sich schon über die drei Punkte am grünen Tisch aus Unbeherrschtheit der Gegner freute, meldete beim Schiri Zweifel an, ob das legal ist und drohte mit Protest nach dem Spiel. (Ein Protest ist aber nicht nötig, wie nach dem Spiel der abwesende Trainer M. Schulz telefonisch bestätigte. Ein Schiedsrichter darf wohl gerade eben noch so handeln, wie geschehen. Aber klarere Ansagen wären das nächste Mal gut.)

Nach einer clever erarbeiteten Kopfballchance von Schmunck nach Torschuss von Heinrich kurz vor der Spielunterbrechung hatte Einheit in den verbleibenden fünf Minuten nach der Unterbrechung  in Überzahl und mit seiner wirkungsvollen Taktik noch zwei weitere Kopfballchancen von Heinrich (eine knapp drüber). Doch dann kam der Abpfiff, 4:3 für Liria. Die meisten Spieler gaben sich fair die Hände und klärten ansatzweise die offenen Rechts- und Anstandsfragen.

In dieser Form und mit solcher oder ähnlichen Besetzung kann Einheit die Klasse doch noch halten. (Einheit befindet sich direkt „überm Strich“, punktgleich mit einem Spiel weniger als Blau-Weiß.) Wenn wir wie in den letzten Wochen spielen, wäre ein Klasse tiefer (Bezirksliga) sicherlich die bessere Wahl. Nächsten Samstagmittag zuhause gegen Berliner Brauereien werden wir vor der anschließenden wohl dreiwöchigen Pause wieder ein wenig schlauer sein.

Rüdiger Meixner

16. Spieltag am 03.03.2012

Drei unvermeidliche Eigentore brechen Einheit das Genick gegen den direkten Konkurrenten Oranke

VfB Einheit zu Pankow vs. BSV Oranke 1:6 (0:1)

Tor (Einheit): 1:1  Lehmann
                                  

Aufstellung:
Tor:                Matuszewski (Matu)

Abwehr:         Schönebeck, Meixner, Krubeck

Mittelfeld:      Lehmann, Eichie, Heider, M. Schulz

Sturm:            J. Schulze

Nach beiderseits verkrampfter erster Halbzeit kassierte Einheit noch fünf Tore und verlor zu hoch gegen Oranke, einen direkten Mitkonkurrenten.

Die Trainer M. Schulz und Eichie mussten ein stark verändertes Team zum phasenweise starken Spiel gegen den Spitzenreiter letzte Woche bringen, da mehrere Spieler verletzt, im Urlaub und durch andere Vereinsspiele verhindert waren. Los ging es also bei vorfrühlingshaftem Sonnenschein am Ausweichplatz Buchhorster Straße logischerweise mit wieder drei Abwehrspielern und mit folgender Startelf:

Matuszewski – Schönebeck, Meixner, Krubeck – Lehmann, Eichie – J. Schulze

Es begann ein eher zerfahrenes und verkrampftes Spiel. Irgendwie ja auch logisch, da beide Teams vor Anpfiff punktgleich direkt über dem Abstiegsstrich standen. Beide Teams standen in Halbzeit 1 sehr kompakt und defensiv, so dass sich kaum Räume boten. So einige Fehlpässe auf beiden Seiten taten ihr übriges. Oranke war heute keineswegs voll überzeugend, aber wirkte ein wenig reifer im Spielaufbau.

Abwehrchef Schönebeck und Linksverteidiger Krubeck standen defensiv überzeugend. Meixner erledigte seine Sonderaufgabe, wenn möglich immer nah dran am bekanntesten und einzigen Stürmer von Oranke zu stehen, recht solide. Lehmann spielte einen soliden 6er. Eichie war agiler und lauffreudiger als zuletzt im Training. Die wenigen Torchancen wurden Schulze aufgelegt oder er erkämpfte sie sich selbst. Klare Torchancen waren allerdings heute auf Seiten von Pankow Mangelware. Dafür konnten die Defensivkräfte auch zu wenig Lücken reißen, die gebunden waren oder Vorstöße sich teils nicht zutrauten.

So kam es, wie es kommen musste. Etwa in Spielminute 20 kam ein Pass von Oranke durch die sonst gut stehende Einheit-Abwehr mit dem soliden heutigen Torwart Matu (von den 50ern) Richtung linke Grundlinie. Der am nächsten stehende Meixner griff den Außenspieler an, ein anderer Pankowspieler auch. Dadurch tat sich zentral vor dem Tor eine Lücke auf, in die der aus dem Hinspiel besonders bekannte Orankestürmer stieß. Lehmann kam einen Tick zu spät, Pass vom Außenspieler auf den Mittelstürmer – 0:1.

Meixner lief wenig später auf zwei mittig stehende Spieler der Oranke -Abwehr zentral zu, die zwei Einheit-Spieler deckten. Hätte er abziehen oder vorbeiziehen können? Der kurze Pass auf Schulze verpuffte jedenfalls.

In der Halbzeit sagte Trainer Schulz zurecht, dass ein Schuss immer mal durch kommt und bei diesem verkrampften Spiel noch alles drin sei. So erzielte Lehmann nach einigen Minuten tatsächlich den 1:1-Ausgleich, als sein guter Schuss aus halblinker Position noch leicht abgefälscht wurde. Doch wie in so vielen Spielen in dieser für Einheit bislang nicht zufriedenstellenden Saison fiel postwendend die 1:2-Führung für Oranke. Ich meine, dass bei diesem Tor Keeper Matu stark eine Schuss parierte, der dem zur Halbzeit eingewechselten Heider aus kürzester Distanz an den Fuß und von dort ins Tor sprang. Wenige Minuten später legte Oranke einen Freistoß wie sonst nie heute ab und schoss zwischen den überraschten Krubeck und Meixner den Ball direkt auf den gut postierten Torwart Matu. Doch an einem Tag wie diesem prallt der Ball von Heiders Rücken unhaltbar in den Torgiebel.

Als das in der ersten Halbzeit noch so defensiv kompakt stehende Pankow aufgrund des Rückstandes aufmachen musste, fielen noch drei Treffer für Oranke. Davon prallte ein harter Schuss Orankes vom Torpfosten an das Bein eines weiteren Pankow-Spielers und von dort unhaltbar ins Tor. Zwei klare und ein halbes Eigentor von Einheit, die für den jeweils betroffenen Spieler unvermeidbar waren – was für ein unglaublich rabenschwarzer Tag. So kannst du trotz guter Moral keinen Blumentopf gewinnen, sondern gehst mit 1:6 vom Platz.   Der Sieg eines höchst mittelmäßigen Oranke war verdient, auch da Pankow sich heute kaum klare Torchancen erspielen konnte, aber natürlich viel zu hoch ausgefallen.

Trainer Schulz wechselte sich einen Teil der zweiten Halbzeit in Pankows Offensive ein und hatte noch eine recht gute Einschusschance, die verpuffte. Als beim Stande von 1:4 Schulze in Höhe der Strafraumgrenze gefoult wurde, schoss Schönebeck den Neunmeter weit drüber. Ob diese unglückliche Aktion in der heutigen Form von Einheit und mit dem genannten Pech am Stiefel letztlich entscheidend war, ist fraglich.

Der Schiedsrichter agierte teils in Ordnung, teils neigte sich die Wippe anscheinend ein wenig zu stark zur Seite von Oranke, aber entscheidend war auch das heute sicher nicht.

In dieser Form und mit diesem Pech im Abstiegskampf wird es schwer für Einheit, die Klasse zu halten. Aber noch befindet es sich nach diesem Spieltag drei Punkte über dem Abstiegsstrich und mindestens drei weitere Teams, die sich vor Pankow in der Tabelle befinden, sind noch akut abstiegsgefährdet. Zudem werden solche Spieler wie Heinrich, Rosalski, Jechow und Rackow Pankow mindestens gelegentlich verstärken können, insbesondere im spielgestaltenden offensiven Mittelfeld muss es besser werden. Vielleicht ja schon beim BFC Preussen nächsten Freitag um 20 Uhr (Spielbeginn) in der Malteserstr. 24, 12249 Berlin (Stand heute).

Heute gab es für die beiden kooperierenden 40er Teams von Einheit nichts zu holen – ein schönes Restwochenende dennoch euch allen

Rüdiger Meixner

 

15. Spieltag am 24.02.2012

Unglaubliche elf Tore – Einheit verliert knapp gegen Lichtenrade

VfB Einheit zu Pankow vs. Lichtenrader BC  5:6 (2:5)

Tor (Einheit): 1:1 Woiton, 2:2 Rosalski (Strafstoß), 3:5 Jechow, 4:5 Schulz, 5:6 Rosalski

Aufstellung:
Tor:                Schmunck

Abwehr:        Schönebeck, Krubeck, Rackow

Mittelfeld:     Rosalski, Joppien, Schulz

Sturm:           Woiton, Schulze, Jechow

 

In einem unglaublich torreichen Spiel musste sich Einheit dem Spitzenreiter Lichtenrade trotz starker zweiter Halbzeit 5:6 geschlagen geben.

Das um eine Woche verschobene Spiel gegen den Lichtenrader BC konnte bei Flutlicht und Nieselregen beim Ausweichplatz Buchhorster Straße steigen. Beide 7er Teams waren anscheinend vom jeweiligen Großfeldteam verstärkt worden. So half diesmal Meixner Trainer M. Schulz als Assistenztrainer aus, da Eichie verhindert war. Schulz stellte das so stark wie selten besetzte Team von Einheit entsprechend offensiv mit nur zwei Abwehrspielern auf. Seine Prognose in der Kabinenansprache sollte sich bewahrheiten, dass es hin und her gehen sollte. Schließlich endete auch das Hinspiel torreich 6:3 für Lichtenrade.

Es war heute ein kollegiales fliegendes Wechselspiel, so dass meist die Positionen wie oben oder so ähnlich besetzt waren. Jechow kam später hinzu, als seine Schienbeinschoner aufgetaucht waren, ebenso Krubeck. Rackow kam in Halbzeit 2 phasenweise in der Defensive zum Einsatz.

Nach wenigen Minuten fiel bereits der Führungstreffer von Lichtenrade, als wie im Hinspiel mehrfach ein Ball von der äußeren Grundlinie scharf und flach vom völlig freien Stürmer ins Tor gedrückt wurde. Aber kurze Zeit später spielte der agile Joppien einen Pass auf den fünffachen Torschützen des letzten Spiels (gegen Blau-Weiß) Woiton : 1:1. Zu kritisieren war, dass Lichtenrade in der ersten Halbzeit immer postwendend einen weiteren Treffer nachlegen konnte. So geschah es im Stile eines echten coolen Spitzenteams zum 1:2. Als auch noch ein Lichtenrader Ball gegen Pankows Innenpfosten hämmerte, konnte einem fast angst und bange werden. Einmal rettete der eingewechselte Krubeck stark in letzter Sekunde.

Aber ein Lichtenrader hatte nicht mit Schulze gerechnet, der nach einem langen Pass von diesem letzten Abwehrspieler kurz vor dem Lichtenrader Tor einen klaren Schubser bekam, den er dankend für einen Fall annahm. Den fälligen Strafstoß kann man nicht mehr besser schießen als Rosalski: flach und hart direkt neben den rechten Pfosten – 2:2.

Doch Lichtenrade legte wie gesagt wieder sofort nach – und diesmal gleich dreimal bis zum vorentscheidenden 2:5 vor der Halbzeitpause. Erstens spielten sie sehr abgeklärt und eingespielt im Stile eines Spitzenteams ihre Spieler frei. Zweitens hatte die Einheit-Defensive in dieser Spielphase bis zur Halbzeit nicht ihren besten Tag erwischt (schlechtes Stellungsspiel) und auch Torwart Schmunck nicht. Und drittens schlugen die Bälle stets mit unglaublicher Präzision im Pankow-Tor ein – so macht man aus sieben klaren Chancen fünf Tore.

In der Halbzeitpause fielen zwar aufmunternde Trainerworte wie „warum nicht drei Tore erzielen“, aber die meisten Einheitspieler schauten eher desillusioniert aufgrund der Schlussphase der ersten Halbzeit. Auf einmal kam Einheit aber stärker auf. Lag es an den erlahmenden Kräften des immer noch sehr clever spielenden Spitzenreiters, der keinen Wechselspieler dabei hatte? Lag es an mehr Einsatz und Kampfkraft mit bissigeren Zweikämpfen und auch Gelb für Schulze?

Joppien schoss von halblinks einen der nicht wenigen Freistöße knallhart in den gegnerischen Strafraum. Aus kürzester Entfernung hielt Jechow aus einem Reflex heraus seinen Kopf in den Ball (wie Eisenschädel Horst Hrubesch), der zum 3:5 einschlug. Die Standards kamen heute besser als bei vielen anderen 7er Spielen von Pankow. So wurde wenige Minuten später eine Ecke geschickt flach hineingetreten. Über Woiton rollte der Ball zu Schulz, der mühelos den 4:5-Anschlusstreffer erzielte. Da war der Glaube auch beim letzten Einheit-Spieler und -Anhänger wieder da – selbst gegen ein so starkes Team wie Lichtenrade. Jechow gab mehrere seiner gefürchteten Distanzschüsse ab; mit dem Fuß sollte er aber heute nicht mehr treffen.

Auch Einheits Torwart Schmunck steigerte sich ab der Halbzeitpause und hielt ganz stark zwei Großchancen des Gegners. Doch in bewährter Manier legte Lichtenrade einige Minuten später wieder zum entscheidenden 4:6 vor. Auf Pankower Seite überragend war Rosalski: als torgefährlicher Spielmacher und robuster Zweikampfgewinner. So schoss er von halbrechts in hervorragender Schusstechnik eine Direktabnahme und der Ball tänzelte auf dem linken Lattenkreuz. So umdribbelte er einige Minuten vor Schluss die gegnerischen Defensivspieler wie Fahnenstangen und traf zum 5:6. Der sehr solide Schiedsrichter ließ zwar gnädigerweise noch einige Minuten nachspielen, aber es blieb bei der 5:6-Niederlage von Pankow.

Der knappe Sieg des reiferen und cooleren Teams Lichtenrade ging in Ordnung, auch wenn Einheit aufgrund der starken zweiten Halbzeit ein durchaus mögliches Unentschieden verdient gehabt hätte.

Nächsten Samstag geht es zu Hause um 12:45 Uhr Spielbeginn mit einem sicherlich anders aussehenden Team gegen Oranke (mal sehen auf welchem Sportplatz). Oranke befindet sich nach dem 15. Spieltag wie das einen Rang vor ihm platzierte Pankow drei Punkte direkt über dem Abstiegsstrich.

Rüdiger Meixner

 

13. Spieltag am 04.02.2012

Wichtiger Sieg im eisigen Nachholspiel gegen Tabellenletzten Blau-Weiß

VfB Einheit zu Pankow vs. SV Blau-Weiß 7:1 (4:0)

Tor (Einheit): 1:0 Rosalski, 2:0 Schulze, 3:0, 4:0, 5:1, 6:1, 7:1 Woiton 

Aufstellung:
Tor:                Schmunck

Abwehr:         Joppien, Lehmann, Krubeck

Mittelfeld:      Rosalski, Jechow, Meixner

Sturm:            Woiton, J. Schulze

Ein verstärktes 7er-Team von Einheit besiegte im einzigen heutigen Nachholspiel der Liga das Tabellenschlusslicht SV Blau-Weiß klar mit 7:1, wobei der immer wieder stark angespielte Woiton gleich fünfmal treffen konnte.

Im dritten Anlauf konnte das letzte fehlende Einheitspiel der Vorrunde endlich durchgeführt werden. Aber eine Klippe musste vorher noch umschifft werden. Bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt lag eine dünne Schneeschicht (bei Sonnenschein) auf dem Kunstrasen des Ausweichplatzes an der Buchhorster Straße. Der wie die Teams pünktlich am Platz eingetroffene Schiedsrichter wollte beim ersten Blick auf den Platz fast das Spiel absagen, aber Trainer Eichie überzeugte ihn völlig zurecht anzupfeifen, denn auf dem Platz befand sich kein Eis, der Schnee war knochenschonend weich und (bis auf zu scharf gespielte Bälle) war der Platz gut bespielbar. Beide Teams hatten ihn kollegial vor Spielbeginn hergerichtet. Der Schiri sollte heute unauffällig, also gut agieren.

Der zweite Teil des Trainergespanns, M. Schulz, stellte das Team zurecht offensiver als üblich auf und ein, da Einheit (wie auch Blau-Weiß) recht stark vom 11er-Großfeldteam verstärkt wurde. So traten die beiden heute verbliebenen Stammkräfte der Abwehr Krubeck und Meixner gerne anfangs zurück und wurden später zweimal korrekt eingewechselt (Krubeck defensiv, Meixner offensiv). Startformation also:
Schmunck – Joppien, Lehmann – Rosalski, Jechow – Woiton, J. Schulze.

Bereits in Spielminute 2 mit der zweiten Angriffsaktion das beruhigende 1:0 für Einheit, als Schulze dicht links vor dem Tor präzise auf Rosalski rechts querlegte. Meines Wissens sorgten einige Minuten später das jahrelang eingespielte Duo in ähnlicher Weise für das 2:0, als diesmal Rosalski auf den Torschützen Schulze passte.

Aber davor musste Pankow drei, vier gute Torchancen bzw. Ansätze von Blau-Weiß mit Glück und Kampf überstehen. Die neuformierte Abwehr (samt anderen Defensivkräften) leistete sich zu Beginn zu viele Abspiel- und Stellungsfehler. Dies konnte der Gegner nicht nutzen, was heute auch spielentscheidend war – Einheit war einfach cleverer und ballfertiger. Ab Mitte der ersten Halbzeit steigerten sich Lehmann und Joppien jedoch stark. Dass bei Schnee immer mal ein Ball an einem vorbeirutscht, was auch zu Torchancen führt, ist normal und passierte heute jedem der 14 Spieler auf dem Feld. Phasenweise rückte das offensiv ausgerichtete Pankow bei Ballverlusten jedoch nicht schnell und konsequent genug zurück.

Pankow spielte offensiv bis auf ein, zwei Phasen Leerlauf meist stark. Wie ein Uhrwerk trieben die Offensivaktionen den Gegner immer wieder zur Verzweifelung. Alle eingesetzten Spieler ließen den Ball ohne unnötige Egoismen gut laufen, Rosalski und Schulze spielten „tödliche“ Pässe und Jechow glänzte mit ansatzlosen Schüssen aus der zweiten Reihe.

Besonders diese drei Spieler setzten damit immer wieder Woiton stark in Szene, der ab Mitte der ersten Halbzeit fünfmal eiskalt und demoralisierend für den Gegner zuschlagen konnte. Vor Woitons 4:0 erkämpfte der eingewechselte Meixner den Ball aus der Vorwärtsbewegung des Gegners nahe des Strafraums von Blau-Weiß. Wann der letzte Einheit-Spieler in einem 7er-Altliga-Spiel so oft wie Woiton treffen konnte, muss in grauer Vorzeit vor meiner Zeit hier begraben sein. Dabei war sogar noch „ein lupenreiner Hattrick“ (Zitat Lehmann) in der zweiten Halbzeit. Und was waren da noch für fünf, sechs hochkarätige Chancen für Einheit (zweimal Metalltreffer), insbesondere für Schulze.

Einheit dominierte das Spiel zwar ganz überwiegend. Nicht verschweigen wollen wir aber auch, dass Blau-Weiß nie aufsteckte und immer mal wieder einen gefährlichen Nadelstich setzen konnte. Am schmerzhaftesten war ihr verdienter 1:4-Anschlusstreffer direkt nach der Halbzeit nach einem Fernschuss und Abpraller, als Einheit-Pessimisten aus Erfahrung sogar ein wenig unruhig wurden – aber nur wenige Minuten lang bis zu Woitons 5:1. So traf Blau-Weiß im Spielverlauf immerhin dreimal Pfosten und Latte; zweimal davon wäre der manchmal beschäftigungslose Torwart Schmunck nicht mehr zum Ball gekommen. Er lief immer wieder rechtzeitig heraus, fing Pässe des Gegners ab und warf präzise ab.

So landete Einheit einen verdienten 7:1 Sieg, was auch der fast immer faire Gegner anerkennen musste, der nur ein-, zweimal aus eigenem Frust lautstark den guten Schiri kritisierte. Einheit ist nach dem Sieg jetzt sieben Punkte von Blau-Weiß und sechs Zähler vom zweiten, letzten Abstiegsplatz entfernt. Nächsten Samstag folgt das Heimspiel gegen den Tabellenführer Lichtenrader BC, wohl mit einer anderen Besetzung.

Rüdiger Meixner

Eine Bilanz der 1. Halbserie 2011/12 für Team und Anhängerschaft der 7er

In der Zeit „zwischen den Tagen“ komme ich endlich dazu eine kleine Bilanz der ersten Halbserie 2011/2012 der Ü40 7er Altliga (B) für mein Team, den Verein VfB Einheit zu Pankow und interessierte Anhänger zu ziehen.

Am 2. Dezember konnte zunächst bei Rotation Prenzlauer Berg mit 3:1 gewonnen werden. Dann mussten wir einen ärgerlichen doppelten Spielausfall hinnehmen, wo wir mit jeweils guter Besetzung einen wichtigen Sieg gegen den Tabellenletzten SV Blau Weiß gut hätten landen können. Dieses Nachholspiel wird an der Buchhorster Straße als erstes nach der Winterpause stattfinden – nämlich am 4. Februar 2012, Spielbeginn um 12:45 Uhr
(Stand: 29.12.2011, offiziell werden dies die Trainer uns rechtzeitig mitteilen (!)).

Dafür war die Weihnachtsfeier im diesmal stilvollerem Rahmen am Rande des Bürgerparks Anfang Dezember gelungen. Alles super – nur das Auffüllen des Buffets und die Raumverteilung müsste noch mal „geübt“ werden.

  • Tabellensituation (mit dem genannten Spiel weniger als die Konkurrenz) Platz 10 und damit zwei Ränge über dem „Abstiegsstrich“: OK – 1. Ziel mit unserer Besetzung: Klasse halten
  • 3 Siege und 12 Punkte aus 11 Spielen: zu wenig – da war mehr drin, so nur 3 Punkte über dem „Strich“

 

  • 25 erzielte Treffer: ausbaufähig – Chancenauswertung und Spielaufbau manchmal verbesserungsfähig, nur 3 Teams haben weniger Tore erzielt
  • 33 kassierte Tore: OK – die anderen Mannschaften haben ähnlich viele Gegentore (bis auf 5 Teams), die Abwehr (mit Unterstützung des Mittelfelds und Sturms (insbesondere Schulze)) stand meist ordentlich

 

  • Teamgeist: gut – Verbundenheit ist da, durch die Trainer gefördert; positiv (!) vorgetragene Tipps kamen meist durch 
  • Spielstärke: mal gut, mal verbesserungsfähig – wenn vom Stamm der 7er auch nur zwei Spieler fehlen und diese nicht von den 11ern ersetzt werden können, wird es spielerisch eng

 

  • Kampfstärke und Moral: sehr gut
  • Trainingsbeteiligung: teils gut, teils ausbaufähig (insbesondere zu Saisonende); wenn Gesundheit und Wetter (kein Schnee in Sicht bis auf weiteres) es erlaubt, lasst uns spätestens ab 5. Januar über die Trainer der 40er Klein- und Großfeld wieder voll loslegen.

 

In diesem Sinne: feiert schön Silvester, habt ein privat, beruflich und fußballerisch zufriedenes Jahr 2012 und kommt zum Training bzw. den ersten Punktspielen, wenn irgend möglich

Euer Teamkollege Rüdiger Meixner

11. Spieltag

Stürmerloses Pankow verliert gegen Tabellenvierten Empor

VfB Einheit zu Pankow vs. SV Empor 0:3 (0:2)

Tore (Einheit):   Fehlanzeige

Aufstellung:
Tor:                D. Schmunck

Abwehr:        F. Schönebeck, R. Meixner, F. Krubeck

Mittelfeld:     H. Rackow, M. Grond, F. Milack, M. Gatz

Für Einheit war im Heimspiel gegen den Tabellenvierten Empor heute nicht mehr drin, da es ersatzgeschwächt und ohne einen einzigen gelernten Stürmer mit seinen vielen Mittelfeld- und Abwehrspielern keinen Treffer erzielen konnte.

Vor Anpfiff war klar, dass bei Einheit zahlreiche Mitspieler gesundheits- oder berufsbedingt nicht antreten konnten. Besonders schwer wog der Ausfall aller vier gelernten Stürmer, was heute spielentscheidend war. Lobenswert war, dass sich erstmalig seit langem Grond und besonders Gatz heute zur Verfügung stellten, damit Einheit wenigstens mit einem Wechselspieler antreten konnte. Beide fügten sich solide ins Spiel ein. Ohne den beiden Trainern vorgreifen zu wollen, könnten sie sicherlich gerne bei Personalnot wiederkommen.

Trainer Eichie (Milack) stellte somit, wie oben genannt, richtigerweise am Anfang auf. Also neben der Stammabwehr ein Dreier-Mittelfeld und einen vorgeschobenen Halbstürmer (meist Grond, am Ende Gatz). Gatz wechselte sich in der Regel mit Eichie ab.

Einheit begann als gegen den Abstieg spielendes Team gegen den Tabellenvierten Empor überraschend gut. Grond hatte gleich zu Beginn eine recht gute Torchance. Wenig später spielte er von der rechten Grundlinie auf den aufgerückten Rechtsverteidiger Meixner. Der ließ einen Gegenspieler stehen und schoss hart und platziert aus spitzerem Winkel. Der gute Empor-Torwart drehte mit einem Blitzreflex den Ball gerade noch zur Ecke.

Dann kam Empor mehr auf, obwohl sie das Spiel nie völlig dominieren konnten. Clever und sicher bis einschläfernd ließen sie den Ball länger in den eigenen Reihen laufen, um dann schnell anzutreten und die Nadelstiche zu setzen, die eigentlich Pankow setzen wollte. Im gesamten Spielverlauf erspielten die Emporspieler sich so immer mal wieder eine Torchance, wenn auch kaum glasklare.

Aber ihre Tore machten sie auch so: beim 1:0 kamen sie mit einer Überzahl auf die in dieser Situation alleingelassenen Schmunck, Meixner und einen anderen Abwehrspieler zugelaufen. Torwart Schmunck musste den Winkel verkürzen und stand deshalb weit vor seinem Kasten. Prompt kam ein cleverer Heber zum Führungstreffer.

In der gesamten folgenden Spielzeit agierten alle Einheit-Spieler in der Defensive sehr solide, während nach vorne (außer in der Anfangsphase) zu wenig klare Einschusschancen heraussprangen. Zu viele ungenaue Pässe wurden gespielt, der Spielaufbau lahmte. Vorne gab es gelegentlich eine Torchance, durch Grond oder meist den agilen Rackow. Teils wurde nicht entschlossen genug abgeschlossen oder taktisch richtige Direktschüsse nach Ablagen kamen nicht aufs Tor. So konnte zwischenzeitlich einige Minuten vor der Halbzeit Empor das 2:0 erzielen, als Meixner nicht nah genug an einem halblinks dicht vor dem Einheit-Tor angespielten Stürmer stand. Dieser drehte sich und hämmerte den Ball unhaltbar in das Tor des sehr soliden Torwarts Schmunck. Das waren schon zwei Spitzentore eines Teams der erweiterten Spitze zur 2:0 Halbzeitführung für Empor.

In der zweiten Halbzeit kam von beiden Teams spielerisch wenig. Das mit zwei Toren führende Empor wollte und konnte wohl nicht, Einheit wollte aber konnte nicht. In so mancher Szene war zu sehen, dass das Selbstbewusstsein der Einheit-Spieler fehlte, der unbedingte Glaube an das eigene Können und einen möglichen Sieg. Einheit steckte nicht auf, rackerte und schoss einige Weitschüsse aufs Tor, teils gut wie der flache Fernschuss von Rackow. Aber der gute Emporkeeper hielt alles oder sein Tor wurde verfehlt. Die Einheit-Ecken fanden nicht hoch den Weg auf Meixners Kopf oder flach auf einen anderen Mitspieler. Und auch die Freistöße brachten letztlich nichts ein.

Schönebeck bot eine gute Abwehrleistung. Sein einziger Schnitzer einige Minuten vor Schluss wurde gleich eiskalt zum Endstand zum 3:0 ausgenutzt. Rackow lief viel, agierte auffällig und erarbeitete sich die meisten Torchancen von Einheit, konnte diese aber auch nicht nutzen. Gegenüber dem unauffällig-guten Schiedsrichter war eine Totenstille von beiden Teams, woraufhin sich der Schiri nach dem Spiel für eine besonders faire Partie bedankte. Das ist im sportlichen Sinne gut, aber zeigt auch die harmlose Gutmütigkeit von Einheit auf.

Nächsten Freitag wird um 18:30 Uhr an der Dunckerstraße bei Rotation Prenzlauer Berg angepfiffen. Der Schreiber dieser Zeilen kann erst wieder zum letzten Hinrundenspiel am Samstag eine Woche später dabei sein, aber wünscht sich von einem deutlich verstärkten Team, wie man hört und hofft, einen Sieg gegen einen Gegner mit nur drei Punkten mehr. Damit wir wieder über dem (Abstiegs-) Strich stehen und nach den letzten beiden Hinserienspielen beruhigter in die Weihnachtsfeier und -ferien gehen können.

Rüdiger Meixner

10. Spieltag

Einheit verliert 6-Punkte-Spiel gegen undynamisches aber cleveres Hürriyet

VfB Einheit zu Pankow vs. BSV Hürriyet Burgund 2:5 (1:1)

Tore Einheit:  1:0 J. Schulze , 2:3 M. Schulz      

Aufstellung:
Tor:                D. Schmunck

Abwehr:        F. Schönebeck, R. Meixner, F. Krubeck,

Mittelfeld:     L. Lehmann, H. Rackow, F. Milack

Sturm:           J. Schulze, M. Schulz, J. Hinz

Einheit produzierte in der 2. Halbzeit zu viele Fehler und verlor gegen einen direkten Konkurrenten, der nicht gerade schnelle Spieler aufbieten konnte, aber clever wie in der Halle agierte und letztlich verdient den Sieg sicherte.

Vor dem Anpfiff präsentierte Trainer Schulze Meixners Ausdruck der Tabelle. Denn es war ein 6-Punkte-Spiel: Hürriyet war vor dem Spiel unter dem (Abstiegs-) Strich mit drei Punkten weniger als das direkt vor ihnen liegende Pankow (nach zwei Siegen in Folge). Das 11er Team von Einheit hatte Personalnot und konnte daher keinen Spieler abstellen, der im Mittelfeld heute durchaus hätte helfen können. Aber die 7er Stammformation war vollzählig mit zehn Spielern vertreten und muss und kann auch selbst mal etwas reißen, was in der 1. Halbzeit und nach dem 2:3 heute möglich war.

Schulz stellte bewährterweise folgendermaßen am Anfang auf: Schmunck – Schönebeck, Meixner, Krubeck – Lehmann, Rackow – Schulze

Die Halbzeit 1 war nicht überragend von Einheit, aber durchaus in Ordnung. Einheit war das bisschen spielbestimmendere Team mit einem leichten Übergewicht an den wenigen klaren Torchancen beider Teams. Dominieren – wie letzte Woche beim BFC Dynamo – konnte Einheit heute jedoch in keiner Phase. So war das 1:0 gegen Mitte der 1. Halbzeit für Einheit schon verdient. Hürriyets Torwart bekam einen ein wenig zu hohen Ball zugespielt, überlegte Ewigkeiten, wohin damit, da Meixner und Krubeck die Gegenspieler auf außen abdeckten. So streckte der clever attackierende Schulze sein Bein aus und der Keeper schoss ihn an: 1:0.

Einheit spielte solide weiter. Einige Minuten später wurde ein Burgund-Spieler nicht angegriffen, der unbedrängt einen Pass auf seinen Stürmer spielen konnte. Meixner war am Mann dran, aber attackierte wohl auch nicht hart genug. Der Stürmer schoss ansatzlos und überraschend für Meixner und Torwart Schmunck den Ball zum 1:1 ins kurze Eck – eine der ganz wenigen Torchancen von Hürriyet in Halbzeit 1, nicht einmal diese war eine klare.

Es folgte der mehreren Befreiungsschläge von Meixner, der halb zufällig hoch auf den eingewechselten Hinz flog, der gut knapp über das Tor köpfte. Dann eine mitentscheidende Szene: Schönebeck spielte lässig, aber gar nicht so schlecht einen Hackenball aus der Abwehr. Der wie immer einsatzfreudige Stürmer Schulze und sein Gegenspieler traten beide hart gegen den Ball und den Fuß des anderen und Schulze musste verletzt ausscheiden.
 
Bei der Halbzeitansprache und der Stimmung im Team sah es eher nach einem Kampfsieg von Einheit heute aus, aber die Halbzeit 2 lehrte uns besseres. Ratz-Fatz stand es 1:3 für Hürriyet. Der sonst solide Torwart Schmunck hatte heute nicht seinen besten Tag erwischt, bei zwei oder drei Gegentoren. Und manchmal wurde er von Abwehr und Mittelfeld auch ganz schön alleine gelassen.

Das nicht umsonst auf einem Abstiegsplatz befindliche Hürriyet hatte heute keinen einzigen dynamischen Spieler aufzubieten, aber sie spielten taktisch dafür sehr geschickt und technisch sehr solide. Wie im Hallenfußball immer den freien Mann gesucht, während Pankow sich die Lunge aus dem Leib rannte. Immerhin stimmte, wie so oft, die Moral von Einheit. Die unermüdlich vorne wie hinten arbeitenden und rennenden Rackow und Meixner ließen sich Mitte der 2. Halbzeit für etwa zehn Minuten auswechseln, um mal Luft zu holen, wie es im Kleinfeldfußball eigentlich jeder mal machen sollte. Und Hinz und Spielertrainer Schulz im Angriff sowie insbesondere Eichie (Milack) im Mittelfeld gaben wirklich alles, was an Kondition bei ihnen da war. Am Einheits Wille lag es heute nicht. Sondern an den vielen Fehlpässen, ungenauen Zuspielen und falschen Entscheidungen in der Hektik des Rückstand-Aufholens.

Und tatsächlich fiel der 2:3-Anschlusstreffer, als Rackow und Lehmann sich im gegnerischen Strafraum durchwühlten und Schulz einschießen konnte. Doch was machte Einheit heute? Gas geben und wenigstens auf den Ausgleich drängen gegen ein sich ärgerndes, aber fair agierendes südländisches Team? Nein, im Gegenzug wurde lieber postwendend das entscheidende 2:4 „gefressen“, als ein Hürriyet-Stürmer recht durchsichtig mit einer Drehung einen Einheit-Spieler aussteigen ließ und locker einschoss.

Dann noch zwei große Einheit-Chancen – es sollte heute nicht sein. Krubeck ließ zunächst einen sehenswerten Weitschuss los und der Ball prallte von oben gegen die Torlatte.

Eine für ein Punktspiel unglaubliche Szene danach: Keeper Schmunck ärgerte sich darüber, dass keiner mehr die Kraft oder den Willen hatte, die verwaiste linke Seite durchzulaufen. Also tat der Torwart es selbst (!) und Meixner ahnte, wohin er die Flanke ziehen würde. Schmunck flankte stark scharf zentral vor das Tor, Meixner lief genau richtig in den Ball und lenkte ihn hart in Richtung Tor, aber er ging knapp über das Tor des chancenlosen Hürriyet- Keepers. Der letzte Treffer zum 2:5 hatte nur noch statistischen Wert, als Abwehrchef Schönebeck ein Stockfehler unterlief, mit dem Meixner nicht rechnete.

In einem leistungsmäßig gerade noch durchschnittlichen Team war heute der eigentlich angeschlagene Lehmann klar bester Mann von Einheit. Selbst nach Rückständen peitschte er das Team mit Worten und guten Pässen fast als einziger (traurigerweise) nach vorne. Die Leistung des bekannten Schiedsrichters „Blume“ war völlig in Ordnung, auch wenn manche über eine nicht gegebene gelbe Karte nach einem klar vorsätzlichen Handspiel eines Burgund-Spielers und eine leicht strittige Aktion gegen Schulze im Strafraum sich ein wenig ärgerten – und vielleicht auch ein bisschen über die eigene Leistung von uns heute. 

Nächstes Spiel am Samstag zuhause gegen Empor (12:45 Uhr Anpfiff) wird der engagierte Trainer der letzen Monate Schulz berufsbedingt fehlen, aber Eichie (mit Unterstützung von Meixner) wird es schon schaukeln, hoffentlich das Team auch mal wieder – wenn es denn bezüglich Taktik und Konzentration cleverer agiert.

Rüdiger Meixner

 

9. Spieltag

Toller Sieg von Einheit – ohne zu wechseln

BFC Dynamo vs. VfB Einheit zu Pankow 2:4 (0:1)

Tore (Einheit): 0:1  J. Rosalski , 0:2  J. Rosalski , 0:3 L. Lehmann , 1:4 J. Rosalski

Aufstellung:
Tor:                D. Schmunck

Abwehr:        F. Schönebeck, L. Lehmann, R. Meixner

Mittelfeld:     J. Rosalski, M. Jechow

Sturm:           T. Heinrich (M. Schulz)

Einheit gewann nach bärenstarker Teamleistung völlig verdient 4:2 beim BFC Dynamo – und das ohne ein einziges Mal zu wechseln.

Als Pankow sich vor dem Spiel bei kalten Freitagabend-Temperaturen traf, stand fest, dass vier Spieler gesundheitsbedingt absagen mussten. Somit stellte Trainer Schulze die verbliebenen genau sieben Mann gut ein und auf. Er selbst stand als einziger Einwechselspieler zur Verfügung, aber musste sich meines Wissens nicht einwechseln, da der Spielstand und die starke Leistung jedes der letzten Mohikaner (ohne Ausnahmen) es nicht verlangten. Nach dem ersten Punkte-Dreier letzte Woche (3:1 gegen Eiche Köpenick) gab es Sektflaschen für die Geburtstagskinder Lehmann und Meixner und los ging’s.

Von der ersten Minute an war Pankow präsent und klar das bessere Team. Vor allem spielerisch wurde der in der Tabelle eigentlich vor Einheit platzierte Gegner BFC beherrscht. Da fiel dem sehr statisch agierenden Dynamo nur noch Kampf und Einsatz ein, was aber auch lange Zeit versandete. Mit kurzen schnellen Drehungen gingen die Offensivkräfte Rosalski, Heinrich und Jechow durch manchmal drei ratlose Gegenspieler. Schönebeck spielte eine ganz starke Partie als Abwehrchef, zweikampfstark, sicher, klare Ansagen, wer rausrückt – da war sie wieder, die Form der Vorsaison. Meixner machte die rechte Abwehrseite dicht, hatte eine Passquote von annähernd 100 Prozent und schaltete sich immer, wenn taktisch möglich, über seine Seite vorne ein.

Einheit traf im gesamten Spiel vier-, fünfmal nur Posten und Latte – das sagt alles. Einige Male war Heinrich daran beteiligt, der gut spielte, oftmals gefährlich abzog und ein guter Vorbereiter war. Nur der Ball wollte an diesem Tag bei ihm einfach nicht ins Tor. Das erledigten heute andere, insbesondere Edeltechniker Rosalski (Rosi). Nach diversen Pankow-Chancen „kämpfte“ gegen Minute 20 Rosi den Ball zum hochverdienten 0:1 ins Tor nach Heinrichs starkem langen Pass über das gesamte Spielfeld. Dass es nur 1:0 für das hochüberlegene Pankow zur Halbzeit stand, war der einzige Vorwurf, den man ihm heute machen kann.

Nach weiteren Minuten des Drückens durch Einheit spielte Meixner nach halblinks auf Rosi. Der schlenzte den Ball umgehend aus recht großer Entfernung über den rechten Torpfosten zum vorentscheidenden 0:2 ins BFC-Tor – ein sehenswerter Treffer. Die Entscheidung war dem durchweg geschickt spielenden Lehmann vorbehalten, der einen Konterball kaltschnäuzig neben den guten BFC-Keeper einschob.

Der BFC kam ab dann etwas besser auf, was wohl an ihrer guten Moral und den etwas nachlassenden Kräften von Einheit lag. Ein Dynamo-Spieler spielte seinen Stürmer zentral vor dem Einheit-Tor an. Dieser drehte sich gekonnt um den störenden Meixner und schoss trocken am chancenlosen Schmunck zum 1:3 ein.

Aber das Zepter gab Einheit heute nie aus der Hand. Stark, wie es gar nicht geschockt vom etwas überraschenden Anschlusstreffer, reagierte und gleich wieder das 1:4 erzielte. Durch wen heute? Natürlich durch Rosi … Dann noch ein Treffer durch den BFC kurz vor Schluss, als Pankow sich überraschen ließ und ein Offensivspieler cool um einen Pankowspieler und Torwart Schmunck den Ball ins Eck schob. Das Tor zum 2:4-Endstand hatte aber nur noch statistischen Wert in einem fairen Spiel mit guter Schirileistung. Bald danach ging das Spiel mit einem hochverdienten Sieg von Einheit zuende, was auch BFC-Spieler feststellten. Das war die vielleicht beste Saisonleistung von Einheit – taktisch (von allen Spielern) auf jeden Fall. Einziges Manko: man hätte höher gewinnen müssen.

Einheit hat mit dem zweiten Sieg in Folge die Abstiegsränge verlassen. Jetzt sollte man sich bis Weihnachten nach unten punktemäßig absichern – und bis Platz 4 sind es in dieser engen Staffel auch nur ganze 4 Punkte. Nächstes Spiel beginnt Samstag um 12:45 Uhr zuhause gegen Hürriyet Burgund

Rüdiger Meixner

7. Spieltag

Einheit holt 0:2-Rückstand beim souveränen Spitzenreiter auf !

SFC Friedrichshain vs. VfB Einheit zu Pankow 2:2 (2:0)

Tor (Einheit): 1:2  M. Jechow, 2:2 J. Rosalski     

Aufstellung:

Tor:                D. Schmunck

Abwehr:         F. Schönebeck, H. Rackow, F. Krubeck, R. Meixner

Mittelfeld:      J. Rosalski, M. Jechow, T. Heinrich

Sturm:            J. Schulze

Einheit konnte beim, auch nach dem Spieltag noch, klaren Spitzenreiter SFC Friedrichshain einen 0:2-Rückstand noch in ein 2:2 verwandeln, indem es sich das Glück des Tüchtigen erkämpfte.

Nach wochenlangem Fehlen waren endlich wieder Krubeck für die Abwehr und Heinrich für das defensive Mittelfeld an Bord. Wegen Verstärkung des Spielerstamms durch Rosalski und Jechow im offensiven Mittelfeld (für gleich drei kranke Spieler) gab es folgende Startformation:
Schmunck – Schönebeck, Rackow, - Heinrich – Rosalski, Jechow – Schulze. Krubeck konnte nach mehrmaliger Einwechslung die Abwehr trotz längerer Spielpause solide verstärken. Meixner half der Defensive Anfang der 2. Halbzeit.

Einheit spielte eine ordentliche Anfangsphase, ganz anders noch als letzte Woche. Danach kam immer mehr das routinierte und eingespielte Friedrichshain auf. Sie spielten wie das gesamte Spiel, aber besonders in Halbzeit 1, immer wieder schöne lange Bälle, die ihre Stürmer sehenswert stoppten oder direkt gefährlich ins Zentrum spielten. Das stellte Einheits Defensive in der 1. Halbzeit einige Male vor Probleme, da sie immer wieder einen Außenspieler frei ließen, der prompt angespielt wurde. Nach diesem Muster fielen Mitte der 1. Halbzeit die beiden Treffer zum 2:0 für den Spitzenreiter, als deren Stürmer zwei scharfe Hereingaben von Außen verwerten konnten. Pankows Defensive stabilisierte sich danach größtenteils und nach vorne wurde die gesamte 1. Halbzeit gefährlich gespielt. Auch wenn Einheit vorne wie hinten immer mal wieder einen „Bock“ dazwischen hatte. So gab es für Pankow einen Pfostenschuss und einige gute Torchancen wurden nicht genutzt. So stand es zur Pause 0:2 für Friedrichshain.

Bis zur Mitte der 2. Halbzeit konnte Pankow kaum Offensivaktionen setzen, stand aber defensiv ganz gut. Dann hatte Friedrichshain zwei riesige Torchancen. Das erste Mal konnte der völlig freie Stürmer wenige Meter vor dem Einheit-Tor sekundenlang überlegen, wohin er den Ball versenken kann. Doch Torwart Schmunck wartete ganz lang und hielt in großartiger Manier mit dem Fuß. Nach einer eigenen Unsicherheit danach hielt er genauso stark. Vielleicht bekam Einheit wieder frischen Wind durch das Verhindern von zwei 100%igen Torchancen. Vielleicht fühlte sich der Spitzenreiter gegen den Tabellenletzten danach zu sicher. Auf jeden Fall kämpfte Einheit aufopferungsvoll – die Moral stimmte wie so oft. Und so erspielte sich Pankow endlich wieder Torchancen.

Jechow wird etwa zehn Minuten vor Schluss zentral vor dem Tor angespielt, dreht sich um den Gegenspieler und schießt knallhart und zentral neben den starken Friedrichshain-Keeper zum 1:2 ein.  Rosalski erzielt in ähnlicher Manier etwa vier Minuten vor dem Ende das nicht mehr für möglich gehaltene 2:2. Und Einheit hat zuletzt sogar noch zwei Chancen zum Siegtreffer, da von Friedrichshain nichts mehr kommt. Das wäre über das gesamte Spiel gesehen des Guten aber auch zuviel gewesen. Und so ging das Spiel mit einem für Einheit hart erkämpften 2:2-Remis zuende.

Das Spiel war größtenteils fair geführt und der Schiedsrichter lag nur selten daneben, auch wenn der sonst immer ruhige und faire Mittelfeldchef Rosalski in der 2. Halbzeit mehrmals laut wurde, teils  zurecht wegen nicht geahndeter Fouls, sonst sicher aus Frust. Und ganz schlimm sah ein Foul an Schulze aus, dem in vollem Lauf in die Beine getreten wurde, und der minutenlang raus musste – zurecht Gelb für den Gegenspieler.

Wenn wir doch die Saison nicht immer einem Rückstand von zwei oder mehr Toren hinterherlaufen müssten. Sonst sind die Saisonleistungen ordentlich. Aber den notwendigen Punkte-Dreier für einen Sieg muss Einheit bald landen, um die rote Laterne abzugeben. Vielleicht ja nächsten Samstag um 12:45 Uhr zuhause gegen Eiche Köpenick ohne den Schreiber dieser Zeilen, der sich von seinem Team einen Sieg exakt zu seinem Geburtstag aber wünschen würde.

Rüdiger Meixner

6. Spieltag

Einheit bereits nach wenigen Minuten 0:4 hinten

VfB Einheit zu Pankow vs. FC Liria  2:6 (1:5)

Tor (Einheit): 1:4 Schulze , 2:6 Meixner         

Aufstellung:

Tor:                D. Schmunck

Abwehr:         F. Schönebeck, R. Meixner

Mittelfeld:      L. Lehmann, H. Rackow, F. Milack

Sturm:            J. Schulze, M. Schulz, J. Hinz

Diesen Bericht im Nachhinein aus der Erinnerung und ein wenig kürzer als gewohnt, aber bei einem so gruseligen Spielbeginn und einer ehrenvollen 2. Halbzeit dann doch ein paar Worte. Bis auf Krubeck und Heinrich (Leute, kommt bald wieder) stand das bewährte Kernteam mit neun Mann zur Verfügung. Anfangsformation: Schmunck – Schönebeck, Meixner – Lehmann, Rackow – Schulze, Schulz. Dann der Horrorstart, so etwas habe ich noch nicht erlebt, seit ich in diesem Team spiele. Der letztjährige beste Spieler und Abwehrturm Schönebeck rutscht weg, schlägt wie ein Baum auf dem Platz auf und sein Gegenspieler macht das 1:0 fast direkt nach dem Anpfiff. Etwa zwei Minuten später flippert der Ball unglücklich von Rackow und Meixner zu einem Liria-Spieler – 0:2. Es folgten weitere grausame Ballverluste von Einheit im Spielaufbau und Offensive. Dazu allesamt zu weit weg von ihren Gegenspielern und in der Anfangsphase nicht energisch genug eingreifend. Einheit bekam kein Zugriff auf das Spiel. Das war ein Kollektivversagen, teils auch mit Pech verbunden, und auf keinen Fall die Schuld einzelner Spieler. Da stand es 0:4 für Liria nach wenigen Spielminuten. Und ein südländisches Team wird durch so einen Spielverlauf erfahrungsgemäß immer sicherer und positiver. Dabei war Liria nicht einmal der stärkste Gegner von Einheit in dieser Saison, aber clever und abgezockt, besonders in der 1. Halbzeit Aber das Positive war, dass Einheit nicht auseinanderbrach, sondern kämpfte. Rackow, defensiv stark verbessert zum letzten Spiel, und Meixner gewannen endlich energisch ihre Defensivzweikämpfe. Torwart Schmunck hielt das gesamte weitere Spiel großartig. Lehmann verbesserte seine Passquote auf gewohnt solide Werte.Und so spielte Meixner aus der Abwehr einen langen Pass auf Hinz, der legte quer auf Stürmer Schulze: 1:4-Anschlusstreffer nach 25 Minuten. Ich meine, kurz vor der Halbzeit bekam Einheit durch ein Missverständnis zwischen Meixner und Lehmann noch einen Konter zum 1:5.

Doch in Halbzeit 2 spielte Pankow solide weiter und hatte noch so einige gute Torchancen. Es wurde aber zu unpräzise geschossen (Schönebeck) oder mit keinem guten Timing geköpft (zweimal Meixner). Nach dem 1:6 durch Liria bemerkte Verteidiger Meixner eine minutenlange Lücke auf seiner rechten Seite. Er wurde fünfmal gut dort von Lehmann & Co. eingesetzt und bediente immer wieder seine Stürmer. Als die aber mehrmals einfach nicht treffen konnten, zog er beim fünften Mal selbst entschlossen mit links ab, zumal Hinz ihm clever dies zurief. Der Ball schlug flach und scharf links neben dem Liria-Keeper zum 2:6-Endstand ein, der wenige Minuten später feststand. Der Schiedsrichter, mit eigentlich solider Leistung in einer fairen Partie, ließ sich zu gefühlt minutenlangen Diskussionen mit Liria-Spielern hinreißen. Einheit ist nun mit mageren zwei Saisonpunkten aus fünf Spielen Tabellenletzter und nächsten Freitag (18 Uhr Treffpunkt) spielen wir an der Gürtelstraße gegen den souveränen Tabellenführer SFC Friedrichshain. Neben der Erkenntnis dieses gruseligen Spiels, dass richtigerweise für den Teamgeist auf keinen Einzelnen herumgehackt wurde, heißt die Devise: Es kann nur besser werden, zumal die Punktabstände so groß noch nicht sind.

Rüdiger Meixner

5. Spieltag                                 

Einheit verliert ehrenvoll aber verdient bei seinem bisher stärksten Gegner Lichtenrade

Lichtenrader BC vs. VfB Einheit zu Pankow 6:3 (3:1)

Tore (Einheit): 1:2  M. Jechow , 2:3  H. Rackow , 3:5   M. Schulz
                                  

Aufstellung:

Tor:                D. Schmunck

Abwehr:         F. Schönebeck, L. Lehmann

Mittelfeld:      T. Joppien, H. Rackow, C. Heider, R. Meixner

Sturm:            M. Jechow, M. Schulz

Treffendes Zitat von Torwart Schmunck: „Einheit lief das gesamte Spiel vergeblich dem schnellen 0:2-Rückstand hinterher.“

Beim gestrigen Spiel in Lichtenrade fehlten die bewährten und im Spiel teils vermissten Krubeck, Heinrich und Schulze. Daher rafften Joppien, Heider und Jechow am Tag nach ihrem 11er-Spiel ihre alten Knochen auf und traten am späten Montagabend auch die „Weltreise“ nach Lichtenrade an – Respekt. Trainer M. Schulz passte taktisch richtigerweise das System nach den vorliegenden Spielertypen an (viele Mittelfeldspieler), daher spielten nur zwei Abwehrspieler: Schönebeck und Lehmann. Im Mittelfeld starteten Joppien, Rackow und Heider, mit Meixner wurde mehrmals fliegend gewechselt. Jechow begann im Sturm, in der längeren Schlussphase kam Schulz hinzu.

Nach soliden, langen Ballstafetten auf beiden Seiten, bekam Pankow bereits nach wenigen Minuten zwei Bälle zum 0:2 eingeschenkt. Lichtenrade spielte sich – wie fast das gesamte Spiel – absolut routiniert und eingespielt die Bälle lange zu. Dann startete ein Stürmer in den Rücken der Einheit-Defensive und schoss selbst ein bzw. suchte den freien Nebenmann. Da stimmte das Stellungsspiel bzw. Mitlaufen von Einheit oft nicht.

Meixner wurde im Mittelfeld eingewechselt, irritierte den gegnerischen Torwart, indem er ihm teils die Sicht verdeckte. Das nutzte Jechow mit einem starken Schuss zum 1:2. Lehmann zeigte aus der Abwehr immer wieder gute Vorstöße ins Zentrum, von wo er mit guten Kurzpässen das Spiel ankurbelte. Dass er mit einer Verletzung Anfang der zweiten Halbzeit raus musste, tat Einheits Spiel nicht gut. Lichtenrade ließ gestern nichts anbrennen und erzielte vor der Halbzeit nach bewährtem Muster noch das 1:3.

Kurz nach der Halbzeit ließ Joppien eine gefährlichen Flachschuss ins rechte Eck ab, den der allgemein starke Lichtenrade-Keeper parieren konnte. Heider beackerte seine linke Mittelfeldseite gut und schoss zweimal gefährlich aufs Tor. Als er sich zweimal außen gut anbot, wurde er u. a. von Jechow übersehen, der sonst kluge Pässe in die Spitze spielte, aus denen die Offensive gestern nicht genug Zählbares machte. Allgemein lief bei Pankow zu viel durch die Mitte und die oft freien Außen wurden nicht genügend angespielt. Meixner im Mittelfeld ackerte, lief viele Lücken zu und holte mehrere Ecken heraus.

Joppien zog teilweise seine scharfen Ecken gefährlich vor das Lichtenrader Tor. Eine konnte einer von drei im Fünf-Meter-Raum wühlenden Pankow-Spielern ins Tor drücken: Rackow traf zum 2:3-Anschlusstreffer. Geht da doch noch was? Nein, durch Stellungs- und Abspielfehler erzielte Lichtenrade trotz einiger gelungener Einheit-Szenen einige Minuten später das 2:4 und 2:5.

Pankow steckte aber nie auf und kämpfte, das war gestern ehrenvoll. So zahlte sich die vom Team gewünschte Einwechslung von Trainer Schulz aus, als er abgeklärt einen guten Pass in die kurze Ecke schoss: 3:5. In der Schlussphase kam beim sonst so souveränen Lichtenrade sogar noch kurzzeitig ein wenig Hektik auf, was den Respekt vor uns deutlich macht.

Doch exemplarisch für das gesamte Spiel kam der Treffer zum 6:3-Endstand zustande. Joppien verlor im Mittelkreis den Ball. Rackow stand eigentlich besser zum Ball als der Gegner, aber er verhielt sich nicht geschickt und konsequent genug im Zweikampf. So bedankte sich der Lichtenrader Gegenspieler für die gesammelten Einheit-Fehler und hob den Ball über den chancenlosen Schmunck zum Endstand ins Tor. So oder mit anderen Beteiligten lief die meiste Spielzeit. Und so ging ein sehr faires Spiel mit tadellos-unauffälliger Schiri-Leistung mit einem völlig verdienten Sieg für Lichtenrade zuende.

Lichtenrade (letztes Jahr noch Verbandsliga) ist nicht zufällig Tabellenzweiter (mit einem Spiel weniger als Tabellenführer Friedrichshain). Immerhin konnte Pankow gegen seinen bisher stärksten Gegner drei Tore erzielen und phasenweise Druck aufbauen. Und Einheit spielt bisher einen wirklich ordentlichen Saisonstart, wo es in jedem Spiel mithalten konnte. Das macht Hoffnung auf den ersten fälligen und wichtigen Punkte-Dreier in den nächsten Spielen gegen einen nicht ganz so starken Gegner wie Lichtenrade. Vielleicht ja schon an Samstag zuhause gegen Liria.

Rüdiger Meixner

3. Spieltag

Einheit erkämpft sich Remis nach 0:2-Rückstand

VfB Einheit zu Pankow vs. BFC Preußen 2:2 (0:1)

Tore Einheit: 1:2 Rackow , 2:2  Hinz    

Aufstellung:

Tor:                D. Schmunck

Abwehr:         F. Schönebeck, R. Meixner, F. Krubeck

Mittelfeld:      J. Schulze, H. Rackow, L. Lehmann

Sturm:            M. Schulz, J. Hinz

Einheit konnte mit Moral, Kampf und Härte ein 0:2 zu einem 2:2 gegen Preußen aufholen und hätte sogar gut gewinnen können.

Bei schwül-warmen Spätsommerwetter lief eine bewährte Kern-Startformation auf mit Schmunck im Tor, der Stammabwehr mit Abwehrchef Schönebeck, Meixner und Krubeck, Rackow im defensiven Mittelfeld, Schulze und Schulz in der Offensive. Lehmann kam direkt vom Urlaubsflieger in der 2. Halbzeit dazu – Respekt.

Es ging gut für Einheit los. Meixner konnte sich in der 1. Halbzeit als Abwehrspieler immer wieder gut in die Offensive einschalten und hatte zwei Einschusschancen. So spielte in der 3. Spielminute Rackow von außen einen guten Flachpass direkt vor das Preußentor. Meixner war eine Fußspitze vor dem Gegenspieler am Ball und der Ball flitzte um Zentimeter am linken Pfosten des machtlosen Torwarts vorbei.

Preußen war anfangs dafür die routiniertere Mannschaft mit der Sicherheit ihrer 6 Punkte aus den ersten beiden Spielen. So kombinierten sie sich ein paar Mal geschickt in Richtung Einheit-Tor, allerdings nur wenige Male mit der letzten Konsequenz. Einmal ließ Meixner seinen Gegenspieler sich zu weit nach außen wegbewegen, eine clevere hohe Flanke und erstaunlicherweise fand der Kopfball des Preußenstürmers aus spitzem Winkel und recht großer Entfernung seinen Weg zum 1:0 ins Tor.

Schönebeck mehrmals im Spiel mit seinen oft gefährlichen Freistößen und Fernschüssen: einmal an die Unterkante der Latte und einmal kratzte der Preußentorwart den Ball aus dem Winkel zur Ecke. Pankow marschierte, aber Preußen machte nach der Halbzeit sogar das 2:0, als Einheit-Torwart Schmunck nicht herauslief, als Schönebeck und sein ebenso langer Gegenspieler im Fünfmeterraum wie Eichen standen. Da schlug es schon zum Zweitorerückstand ein.

Jetzt aber antwortete Einheit mit Einsatz, Kampf und (meist erlaubter) Härte – alle Achtung davor. Preußen kam weite Strecken danach kaum noch zu Offensivaktionen. Und 3-4 Spieler von ihnen meckerten immer wieder unverständlicherweise und unsportlich über fast jeden Einsatz von Einheit-Spielern und Entscheidungen des soliden Schiris (die anderen Preußen-Kicker waren in Ordnung). Und so gab es aufgrund von mehren Fouls des Preußen-Kapitäns gepaart mit wiederholten Reklamieren vom genervten Schiri völlig verdient gelb-rot für ihn. Dazu einen Neunmeter. Der laufstarke und einsatzfreudige Rackow wollte den Keeper wohl verladen. Dieser aber konnte den halbhoch geschossenen Ball abwehren.

Aber Rackow brach deshalb nicht innerlich ein, sondern machte wütend das 1:2, als er mit dem Knie einen Pass von Schulze eindrückte. Mitte der 2. Halbzeit wurde Hinz in die Offensive eingewechselt. Und bedankte sich mit dem 2:2 Ausgleich, als er entschlossen zentral abzog und der Ball abgefälscht völlig verdient im Preußen-Tor einschlug.

Ein Pfostenschuss für Einheit noch und weitere mittlere Torchancen, während Preußen mit einem Mann weniger und konditionell einbrechend seine Abstöße teilweise hilflos ins weit entfernte Seitenaus schoss. So ein Spiel kann man auch gewinnen, aber es blieb beim 2:2 – zwei Spiele und zweimal 2:2 also zum Saisonstart für Einheit.

Rüdiger Meixner

2. Spieltag

BSV Oranke vs. VfB Einheit zu Pankow 2:2 (1:2)

2:2 – verdientes Remis nach dreimonatiger Pflichtspielpause

Tor (Einheit): 0:1  Schulze ; 1:2  Schulze         

Aufstellung:

Tor:                D. Schmunck

Abwehr:        F. Schönebeck, R. Meixner, F. Krubeck

Mittelfeld:    T. Heinrich, H. Rackow, Robert,  L. Lehmann

Sturm:           J. Schulze, M. Schulz

Am heißesten Tag des Jahres holte Einheit ein verdientes Unentschieden bei Oranke, da wir zweimal in Führung gingen und beide Seiten noch mehr klare Torchancen hatten.

Gestern abend ging es also endlich für uns los. Nach drei Monaten kam wieder ein Pflichtspiel, da der 1. Spieltag (nur für uns) spielfrei gewesen war.

Am Abend eines sehr heißen und schwülen Tages begrüßte Trainer M. Schulz in unser aller Namen als Neuzugang der 7er Alt T. Heinrich. Er, als positiver Typ, soll spieltechnisch sicherlich vor allem für Assists und Tore sorgen, was gestern mit zwei Assists gut losging.

Der bewährte Kern der 7er Alt aus der letzten Saison stand in der Startformation, nur Heinrich ersetzte den angeschlagenen routinierten Ballverteiler Lehmann, der nur einige Minuten gestern mitkicken konnte (gute Besserung). Sonst begannen: Torwart Schmunck, Abwehrchef Schönebeck, rechts Meixner, links Krubeck, Mittelfeld zu Heinrich noch Rackow (Robert zweimal eingewechselt), Sturm Schulze (Trainer Schulz die letzten paar Minuten für ihn als Sturmtank eingewechselt).

Einheit begann offensiv stark. Anfangs rückten die meisten Defensivkräfte gut nach und unterstützten die Offensivspieler. Dadurch kam es zu mehreren recht guten Einschusschancen. Meixner ging halbrechts steil, spielte auf Schulze außen. Der spielte einen blitzsauberen Doppelpass mit Heinrich und schoss selbst zur 1:0-Führung ein.

Doch auch Oranke blieb das gesamte Spiel über oft gefährlich, wenn auch nicht immer 100%ig zwingend. Einer ihrer Spieler kam halbrechts unserem Strafraum immer näher. Meixner und Lehmann deckten beide einen anderen Gegenspieler und wussten nicht, wer rausrücken sollte. Von Abwehrchef Schönebeck kam auch keine klare Ansage. Und dann ein ganz starker Distanzschuss, der hart in den Maschen einschlug – 1:1.

Pankow aber in der 1. Halbzeit konnte immer reagieren. Wieder ein starker Doppelpass von Schulze auf Heinrich und der zurück. Schulze stand eigentlich schon in zu spitzem Winkel. Aber unser Goalgetter der letzten Saison schoss routiniert flach neben das Standbein des sonst solidem Oranke-Keeper zur 2:1-Auswärtsführung ein.

Die 2. Halbzeit ließ Pankow immer mehr nach, während Oranke aufkam.
So kam einer der vielen klugen und einstudierten langen Bälle in die Spitze von Oranke. Und der kleinste Oranke-Kicker, der Kapitän, kam einen Tick eher an den Ball als der sonst starke Defensivmann Rackow.
Er köpfte ihn hart ins Tor zum 2:2-Ausgleich. Ein Kopfballtreffer ist für ihn ein seltenes Vergnügen, wie ich hörte.

Noch einige wenige Einheitchancen: Heinrich zog dreimal in der Partie mit seiner gefürchteten Pike ab, mangels Anspielstationen, aber dreimal knapp gescheitert. Krubeck, defensiv solide, spielte einen seiner wenigen Offensivpässe stark lang auf Meixner, der um ein Haar den Ball am rauslaufenden Keeper hätte vorbeispitzeln können, aber der Torwart traf den Ball gerade noch halb zur Ecke. Rackow wurde von Schulze auf halbrechts freigespielt, lief stark ein, aber spielte den Ball zu durchsichtig für den spekulierenden Oranke-Keeper.

Insbesondere die 2. Halbzeithälfte hatte Pankow fast keine verwertbaren Offensivbälle mehr, was Schulze verzweifeln ließ. Waren es die Kräfte bei der Hitze (trotz gutem Trainings in der Sommerpause)? Wurde zu schlecht nachgerückt? Man weiß es nicht, aber mit dem alles in allem verdienten Remis ging das Spiel zuende.

Mit dem ersten Saisonpunkt nach einem Saisonspiel sind wir nach dem halben 2. Spieltag bislang auf dem 6. Platz – seltsam, aber am Saisonende würde ich den Platz unterschreiben …

Rüdiger Meixner

26. Spieltag

VfB Einheit zu Pankow vs. Eiche Köpenick 1:4 (1:1)

1:4 Niederlage – wenn wir unsere Torchancen nutzten, wären wir Könige

Tor (Einheit):              1:1 Heinrich   

Aufstellung:
Tor:                D. Schmunck, Schlussphase: J. Hinz

Abwehr:         F. Schönebeck (Kermit), J. Lehmann, H. Rackow, R. Meixner, F. Krubeck

Mittelfeld:      J. Rosalski, J. Schulze, Eichie, Robert

Sturm:            T. Heinrich
                       
Wieder einmal nutzte Einheit gegen einen sehr tief stehenden Gegner seine Torchancen nicht und verlor somit verdient 1:4 im letzten Spiel einer dennoch ehrenvollen Saison.

Heute weniger zum Spiel und bisschen mehr zur Saisonbilanz. Zum Spiel: im ersten Angriff hatte Heinrich gleich die Chance zum Führungstreffer, wie auch ein Angreifer Eiche Köpenicks in der nächsten Szene – beide vergeben. Eiche machte es ein paar Minuten später besser und traf zum 1:0. Besonders deren robuster Stürmer mit der Nummer 9 fiel in der Folgezeit auf. Zunächst stand Pankows Defensive gegen ihn und andere nicht sonderlich sicher, das wurde im Spielverlauf phasenweise besser.

Nach vorne lief es eigentlich gut. Wenn denn bei diesen zahlreichen Torchancen des gesamten Spiels für Einheit mehr als das 1:1 durch Heinrich herausgesprungen wäre. Wie in so einigen Spielen dieser Saison, auch das vorhergehende, gilt – auch für die kommende Saison: wenn wir unsere Torchancen besser reinmachen würden, wären wir Könige (vorderes Tabellendrittel). Das stützt auch die Tabelle des letzten Spieltags (Stand jetzt): nur Empor und das abgeschlagene Lankwitz hat weniger Tore als wir erzielt. Bei den gefangenen Toren liegen wir auf einem soliden Platz 7.

Es war aber auch schwer für die Offensivkräfte, insbesondere Heinrich, Schulle und Rosalski, bei deren zahlreichen Torchancen heute. Eiche stand wie ein Handballteam meist mit fünf Spielern direkt vorm eigenen Tor. Ein Bein verhinderte immer den Torerfolg. Und der Torwart hielt auch unorthodox wie ein Handballtorwart meist mit den Füßen voran. Dann kam noch das Pech von Latte und Pfosten beim Stande von 1:1 hinzu. Und Schulle war später auch der Pfosten im Weg. Das war offensiv nicht sein Tag (als sonst erfolgreichster Goalgetter der Saison). Defensiv und sonst gewann er wichtige Zweikämpfe.

Eiche agierte physisch sehr stark, wahrlich kein Sommerfußball von ihnen, daher ging auch ihr Sieg in Ordnung, wenn auch zu hoch (1:4 kurz vor Schluss noch). Beim 1:3 Mitte der zweiten Halbzeit reagierte Meixner nicht schnell genug bei einem abprallenden Ball und sein Gegenspieler konnte einschießen. Neben den genannten Angriffsspielern schoss Rackow einmal noch gut aufs Eiche-Tor und Meixner köpfte aus schwieriger Position, alles ohne Erfolg. Die größte Chance (gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit) hatte noch Lehmann, der mit einem Superpass freistehend auf die Reise geschickt wurde, richtigerweise auch direkt den Ball aufs Eiche-Tor umlenkte, aber am Tor vorbei.

Exkurs: endlich haben wir neue Mannschaftsfotos heute geschossen (vor dem Spiel), das alte im Internet hat schon historischen Wert. Vielen Dank dafür an den Sohn von Trainer Schulz, der ohnehin oft das Team am Spielfeldrand unterstützt. Ich werde das aktuelle Foto umgehend ins Netz stellen lassen.

Weitere Saisonbilanz:
Trainer M. Schulz streichelte wie so oft erfolgreich mit seiner Ansprache und seinen Präsenten vor dem Spiel die Seele des Teams und stärkte damit den bestehenden Zusammenhalt. Er ehrte alle anwesenden Spieler des 7er (Ü40)-Teams mit selbst besorgten, individuell auf die verschiedenen Typen zugeschnittenen Geschenken – vielen Dank.

Die Ehrungen der Saison (soweit ich sie noch zusammenbekomme, nur die heutigen):

  • Bester Spieler: Kermit, Turm in der (Abwehr-)Schlacht
  • Bester Torschütze: Stürmer-Schulle, etwa 25 Treffer
  • Kapitän: Schmunck, als guter Mittelfeldmann freiwillig ins Tor gerückt, klasse
  • Bester Co-Trainer: Eichie, dazu noch organisations- und telefonstarke gute Seele des Teams, Mittelfeld
  • Bestinformiertester (über jegliche Berliner Spielergebnisse): Lehmann, seit Jahrzehnten zuverlässiges Urgestein im Mittelfeld
  • Bester Neuzugang: Hardy Rackow (gekommen aus Wilmersdorf), laufstärkster Mittelfeldspieler
  • Fleißigster Spieler: R. Meixner, Abwehr, seit Jahresbeginn Spielberichtsschreiber und 7er-Websitebeauftragter (dank auch an Vorstand M. Honegger für die gute Zusammenarbeit)
  • Ruhender Pol: Krubeck, zuverlässiger Abwehrspieler
  • Vielseitigster: J. Hinz , zweifacher Torschütze, Aushilfstorwart, Getränkewart und kommender Betreuer

Einheits Saisonbilanz (vier heutige Spiele fehlen noch):
Mit 10 Siegen, nur zwei Unentschieden bei 14 Niederlagen auf Abschlussplatz 10 oder 11 (von 14) und bereits vor dem vorletzten Spiel vor dem Abstieg gerettet. Das ist für einen Aufsteiger solide, obwohl mehr drin war: Formfehler, verpasste Torchancen und nicht in jedem Spiel taktisch clever genug.

Sonst passt die (menschliche) Balance im Team. Fast alle bleiben der Mannschaft erhalten und die eine oder andere Verstärkung ist auch geplant (ohne den bewährten Kern zu schwächen), wie man hört. Das (leider abgestiegene) 40er Großfeldteam wurde von den 7ern die abgelaufene Saison immer wieder personell und im Trainingsbetrieb unterstützt.

Also: schöne Sommerpause an alle und auf ein neues in der neuen Saison, wir freuen uns darauf !

Rüdiger Meixner

 

25. Spieltag am 22.05.2011

SG Blankenburg vs. VfB Einheit zu Pankow 3:2 (3:1)

Einheit verliert 2:3 nach schwankender Leistung

Tore (Einheit):               1:1 Hinz           
                                   3:2 Rosalski

Aufstellung:

Tor:                 J. Hinz

Abwehr:          F. Schönebeck (Kermit), J. Lehmann, R. Meixner

Mittelfeld:      J. Rosalski, M. Grond, C. Heider (Kaule), H. Rackow, F. Krubeck

Sturm:            J. Schulze
                       

Das erst überlegen, dann ungeschickt spielende und zuletzt drückende Pankow verlor ein wenig unglücklich in Blankenburg – ein Unentschieden hätte vielleicht eher dem Spielverlauf entsprochen.

Durch die Ergebnisse einen Tag vor dem Spiel war jedoch bereits klar, dass Einheits 7er Team verdient in der Landesliga bleiben kann. Schließlich konnte es sich diese Saison leisten, so einige Punkte aus unterschiedlichen Gründen liegen zu lassen. Mitaufsteiger Marzahn ist der dritte und letzte Absteiger.

Trainer M. Schulz verstärkte das übliche Team aus der Großfeldmannschaft auf drei Positionen im Mittelfeld und stellte also folgende Startelf auf :
Hinz – Kermit, Lehmann – Heider – Rosalski, Grond – Schulze.
Hinz willigte dieses Mal ein, auf der für ihn ungewohnten Torwartposition zu spielen – sehr mannschaftsdienlich von ihm. Rackow, Meixner und Krubeck wurden auf festgelegten Positionen gelegentlich eingewechselt.

Pankow begann besser als der Gegner und spielte sich der Anfangsphase ein paar Torchancen heraus. Bei der besten setzte Rosalski, gut von Schulze in Szene gesetzt, den Ball an den Pfosten.
Dann aber leistete sich fast jeder Einheit-Spieler in der gesamten ersten Halbzeit zu viele Abspielfehler und Unkonzentriertheiten bei warmen Temperaturen. Und nach vorne wurde nicht mehr so zwingend gespielt. Blankenburg kam somit stark auf und erzielte das 1:0.

Schulze drang einige Zeit später energisch in den gegnerischen Strafraum ein und wurde gefoult. Zur Überraschung vieler lief Torwart Hinz zum fälligen 9-Meter-Strafstoß an. Dieses Mal blieb er aber im Gegensatz zum Pokalspiel ganz cool, verlud den Torwart und schoss hoch in die rechte Ecke sicher zum 1:1 ein, wie Hans-Jörg Butt. Auch sein Torwartspiel war über die Spielzeit sehr solide. Einen harten Ball faustete er aus dem Winkel, fing fast alles sicher ab und warf sauber ab.

Einheit wurde diesmal durch den Ausgleich nicht sicherer. Im Gegenteil blieb die hohe Fehlpassquote. Und so konnte Blankenburg ratz-fatz noch zwei Tore vor der Pause machen. So standen bei der 3:1-Pausenführung Blankenburgs zwei Tore der Nummer 7 zu Buche, der schlecht gestört wurde.

Nach der Umstellung auf eine Dreier-Abwehrreihe durch Trainer Schulz spielte Einheit zwingender in der zweiten Halbzeit, auch wenn seine meisten Spieler nicht den allerbesten und effektivsten Tag erwischt hatten. Viele hohe Ecken wurde von Einheit viel zu lang geschlagen und gingen ins Seitenaus. Eine hohe Ecke saß aber. Der eingewechselte Meixner stieg am kurzen Pfosten hoch und irritierte Blankenburgs Abwehrrecken. Nach genau dieser Masche schoss vor ein paar Spielen Hinz ein. Diesmal köpfte Rosalski den an allen vorbeizischenden Ball am langen Pfosten gekonnt zum 2:3- Anschlusstreffer ein. Rackow schoss nach seiner Einwechslung einmal hart und platziert halbhoch, aber Blankenburgs Keeper konnte stark zur Ecke klären.

Blankenburg hatte noch so einige Konterchancen. Sonst aber drückte lange Zeit Einheit. Heute aber sollte es nicht sein. Immer wieder erspielten sich Rosalski und auch Schulze zwar nicht 100%ige, aber gute Torchancen. Dabei war aber immer ein Abwehrbein dazwischen oder der gute gegnerische Torwart klärte zur Ecken. Für so viele Ecken muss aber natürlich mehr als ein Treffer herausspringen. Vielleicht sollte man mal hoch (wie zum 2:3), flach und scharf sowie kurz variieren …Die letzte Torchance hätte Kaule haben können. Er narrte gut zwei Mann, aber suchte dann nicht selbst den direkten Torweg, sondern spielte Rosi an, dessen Chance zunichte gemacht wurde. 

Dann kam viel Gemecker auf beiden Seiten, viele Nickligkeiten auf beiden Seiten, mehr aber von Blankenburg, vor allem gegen Rosi und Schulle. Der Schiri pfiff vieles richtig, anderes aber zu gutmütig. So hätte ein Blankenburger Spieler nach mehreren harten Fouls und einer Tätlichkeit gegen Schulle das Spiel nicht beenden dürfen.

Aber trotz aller Rivalität unter Nachbarn: Einheit hat sich diese Saison gerettet und wird alles probieren, die Saison nächsten Samstag zuhause gegen Eiche Köpenick versöhnlich ausklingen zu lassen. Bis auf wenige kleinere Ärgernisse ist der Teamspirit intakt und wird es auch bleiben. Und man hört auch von gewissen Ehrungen vor dem Spiel in der Kabine – daher: bitte bisschen früher erscheinen. Und nicht vor der Vereins-Jahreshauptversammlung am Donnerstag vorher drücken J

Rüdiger Meixner

24. Spieltag  am 14.05.2011

VfB Einheit zu Pankow vs. TSV Lichtenberg 5:2 (2:2)

5:2 gewonnen nach 0:2 – Einheit zeigt Moral

Tore (Einheit): 1:2 Heinrich , 2:2 Schulze , 3:2 Schulze , 4:2 Heinrich , 5:2 Schulze

Aufstellung:

Tor:                D. Schmunck

Abwehr:        F. Schönebeck (Kermit), H. Rackow, F. Krubeck

Mittelfeld:     T. Heinrich, J. Lehmann, R. Meixner

Sturm:           J. Schulze, J. Hinz, M. Schulz
                       
Das erst schläfrig und ungeschickt spielende Pankow wachte nach einem frühen 0:2-Rückstand auf und gewann erstaunlich klar und letztlich verdient gegen den Tabellenvierten Lichtenberg.

Die Trainer M. Schulz und Eichie stellten beim wichtigen Spiel gegen den Abstieg die seit Jahresanfang bewährte Truppe auf, nur den heute wieder einmal erfolgreich aushelfenden Heinrich in der Anfangsformation für Meixner ins Mittelfeld, dafür Rackow in die rechte Abwehr. Die Starter waren also: Schmunck – Kermit, Rackow, Krubeck – Heinrich, Lehmann – Schulze.

Einheit begann schlecht. Von der Offensive kam die ersten Minuten gar nichts und die Defensive wackelte bedenklich. Nach einem Konter konnte der überragende Spieler (Trikotnummer 10) eines sonst heute äußerst durchschnittlich spielenden Lichtenberg der anfangs unsicheren Abwehr entwischen und scheiterte aus spitzem Winkel. Doch dann war er entscheidend an den beiden Führungstoren von Lichtenberg bis Minute 10 beteiligt. Beim 1:0 wurde der schlecht stehende Rackow an den Kopf geschossen – Eigentor. Beim 2:0 wurde die gesamte Pankow Defensive wieder durch schnelles Spiel übertölpelt.

Das hätte ein bitterer Nachmittag werden können. Wurde es aber nicht: nach einer cleveren Umstellung kurz nach dem 0:2 kümmerte sich Rackow die gesamte restliche Spielzeit um die überragende Lichtenberger Nummer 10, die danach zwar in Ansätzen gefährlich, aber gar nicht mehr überragend war. Denn Rackow steigerte sich bei dieser Sonderbewachung enorm: zweikampfstark, wach, immer am Mann.

Und ebenfalls direkt nach Einheits Anstoß nach dem 0:2 hatte Heinrich einen Geistesblitz. Er bekam direkt vom anstoßenden Spieler Schulze den Ball, lief drei Meter zentral und schoss für den Gegner völlig überraschend mit der Pike ins Tor – der wichtige Anschlusstreffer zum 1:2 war plötzlich da. Und Einheit war nun fast das gesamte Spiel am Drücker. So fiel das 2:2 durch den wieder einmal bärenstarken Stürmer J. Schulze.

Der im defensiven Mittelfeld (später: Abwehr) eingewechselte Meixner nahm den Ball nach einem Lattentreffer Pankows direkt. Der hätte gepasst, aber ein Lichtenberger Abwehrspieler blockte den harten Schuss. „Piken-Heinrich“ schoss ein paar Minuten danach wieder mit der Fußspitze den Ball an den Lichtenberger Pfosten und Schulze staubte zur 3:2 Führung ab. Der neben Schulze stärkste Pankower Heinrich (in einem wahrlich kompakten Team) erzielte das 4:2. Und ein paar Minuten vor Spielende spielte der Chef der (nach dem Rückstand) starken Einheit-Defensive, Kermit, einen langen Abschlag auf Stürmer Schulze, der seinen dritten Treffer zum 5:2-Endstand erzielen konnte.

Die Leistung des älteren Schiedsrichters war bis auf wenige Ausnahmen in Ordnung. Aber immer wieder wurden seine Entscheidungen, meist von Lichtenberg, negativ kommentiert. Die, bis auf Ausnahmen, faire Partie bekam in den letzten Spielminuten einen negativen Touch. Von beiden Seiten fielen auf und neben dem Platz bissige Sprüche. Hintergrund neben der Frustration Lichtenbergs nach einer hohen Niederlage trotz sicherer 2:0-Führung: im Hinspiel, das Pankow in einem beiderseits starkem Spiel 4:1 gewann, schnappte sich ein ordnungsgemäß gemeldeter Pankower Einwechselspieler ein Trikot mit einer falschen Nummer. Lichtenberg legte – wenig kollegial – Einspruch ein und das Spiel wurde, trotz sportlichem Sieg, gegen Einheit gewertet. Dadurch bestand heute überhaupt noch leichte Abstiegsgefahr für Einheit.

Nach jetzigem Tabellenstand (nach einem Teil des Spieltages): Einheit hat einen 7-Punkte-Vorsprung vor Hürriyet, auf dem letzten zu vergebenden Abstiegsplatz. Hürriyet hat allerdings noch vier Spiele zu bestreiten. Also wissen wir nach deren heutigen Spiel und ihrem Nachholspiel am kommenden Mittwoch mehr, ob Pankow bereits gerettet ist oder nächsten Sonntag in seinem vorletzten Saisonspiel in Blankenburg noch punkten muss. Mit so einer kompakten und starken Gesamtleistung wie heute hätte man da keine Bedenken. Und Staaken sowie Marzahn liegen bislang auch noch ein paar Punkte in der Tabelle hinter Pankow.

P.S.: Glückwunsch dem fast immer gut mit uns kooperierenden 11er Team der 40er zu ihrem klaren 5:0-Sieg gegen Hertha im Anschluss an unser 7er Spiel – damit hat Einheit die letzte Chance gegen den Abstieg gewahrt.

Rüdiger Meixner

22. Spieltag am 30.04.2011

VfB Einheit zu Pankow vs. BSC Marzahn 0:0

Einheit hält Marzahn weiter hinter sich

Tore:   Fehlanzeige

Aufstellung:

Tor:                D. Schmunck

Abwehr:         F. Schönebeck (Kermit), R. Meixner, F. Krubeck

Mittelfeld:      H. Rackow, F. Milack (Eichie), Volker v. M.

Sturm:            J. Hinz, M. Schulz
                       
Das erst klar überlegene Pankow hielt gegen einen später auf Augenhöhe spielendes Marzahn ein verdientes torloses Unentschieden und damit Marzahn auf zwei Punkte hinter sich.

Trainer Schulz gab in seiner kurzen Kabinenansprache die Marschroute durch: heute defensiv sicher stehen, vorne bei Gelegenheit mal zustechen und notfalls auch mal Unentschieden spielen. Er sollte in Punkt 1 und 3 recht behalten. Einheit war personell aufgrund der Schulferien recht knapp besetzt, insbesondere in der Offensive. Im laufintensiven Mittelfeld (zu Beginn Rackow, Eichie) und dem Sturm (anfangs: Hinz) wurde bei warmen Wetter gut gewechselt, während die eingespielte Abwehrformation mit Abwehrchef Schönebeck, Krubeck und Meixner solide durchspielte und gemeinsam mit dem sicheren Torwart Schmunck die Null hielt.

Die ersten 15-20 Minuten war von Marzahn in der Offensive rein gar nichts zu sehen. Einheits Defensive unterband sicher alle Bemühungen Marzahns und konnte öfter sogar mit aufrücken, So zog Rechtsverteidiger Meixner von rechts nach innen und schoss mit seinem linken Fuß aus der Distanz knapp neben das Marzahner Tor. Eine große vergebene Einschusschance bot sich Hinz. Und immer wieder Pankow im Vorwärtsgang und mit guten Torchancen. Zwei davon boten sich Rackow, der heute am beweglichsten und besten anspielbar war. Nur seine Effektivität ließ zu wünschen übrig: zwei gut herausgespielte Torchancen blieben ungenutzt, eine nach einem gekonnten Doppelpass mit Stürmer Schulz.

Da Marzahn nach dem Spielverlauf überraschend keinen Treffer eingeschenkt bekam, fassten sie Mut und spielten seit etwa 20 Minuten das restliche Spiel auf Augenhöhe. Torwart Schmunck bekam nicht oft etwas auf seinen Kasten, war aber einige Male gut zur Stelle, oft gerade noch mit den Fingerspitzen.

Gleich nach der Halbzeit ein schwerer Abspielfehler von Einheits sonst sicherem Linksverteidiger direkt in den Lauf eines gegnerischen Stürmers, der nur den Pfosten traf. Volker kam zum wiederholten Male zur Verstärkung (diesmal sogar mit dem Taxi), um die erschöpfte Einheit-Offensive in der Schlussphase zu entlasten. Insbesondere Hinz und Schulz hatten einen schweren Stand gegen oft mehrere Gegenspieler des weiterhin sehr defensiven Marzahns.

Marzahn setzte noch einige wenige, aber gefährliche Nadelstiche. Einmal konnte Meixner den harten Schuss seines Gegenspielers (des torgefährlichsten Marzahners) gerade noch abblocken. Das zweite Mal trat dieser an Meixner vorbei an. Meixner und Keeper Schmunck konnten ihn gerade noch unter Druck setzen, so dass er nur das Außennetz traf.

Der Schiedsrichter hatte in einem fairen Spiel mit nur wenigen kniffligen Szenen keine Mühe. Sonst war es in Halbzeit 2 kein schönes Spiel – eher Sommerfußball. Beide Defensiven standen und nach vorne ging nur wenig. So kam das insgesamt gerechte 0:0 zustande, das Einheit ein wenig mehr hilft als Marzahn.

Tabellenstand: Einheit steht direkt nach seinem Spiel auf dem solidem 8. Platz (von 14) und vom letzten zu vergebenden Abstiegsrang (Hürriyet, noch ein Spiel weniger als Einheit) sieben Punkte entfernt. Nächsten Samstag zuhause gegen Empor sollte das Team (ohne den dann verhinderten Autor dieser Zeilen) sicherheitshalber nachlegen.
 
Und vielleicht können wir, wie besprochen, künftig den inoffiziellen Titel „Meister der Formfehler“ ablegen. Auf jeden Fall sind wir kulanter als andere Teams der Liga bezüglich Formfehlern der Gegner, wie wir auch gegen Marzahn unter Beweis stellen konnten.

Rüdiger Meixner

21. Spieltag am  13.04.2011

SC Lankwitz vs. VfB Einheit zu Pankow 1:4 (1:2)

Einheits verdienter Sieg im emotionalen Sechs-Punkte-Spiel

Tore: 0:1 T. Heinrich

        1:1 Gegner
        1:2 J. Schulze
        1:3 T. Heinrich           
        1:4 J. Rosalski

Aufstellung:

Tor:                D. Schmunck

Abwehr:         F. Schönebeck (Kermit), J. Lehmann, H. Rackow, R. Meixner, F. Krubeck

Mittelfeld:      J. Rosalski (Rosi), T. Heinrich, C. Heider (Kaule)

Sturm:            J. Schulze
                       

Nach dem 3:1 Sieg gegen Blau-Weiß konnte Einheit mit einem verdienten Sieg im Sechs-Punkte-Spiel gestern in Lankwitz seine ansteigende Form wieder beweisen (dazwischen das von Pankow nicht angetretene Spiel bei Union).

Die beiden Trainer M. Schulz und Eichie hatten so viele Spieler akquiriert, dass sie selbst freiwillig draußen blieben (außer im nicht eingetretenen Verletzungsnotfall). Für das gesamte gestrige Mittelfeld wurde vereinsintern ordnungsgemäß die Genehmigung von den beiden Großfeldtrainern eingeholt. Trainer M. Schulz sprach in der Kabinenansprache vor dem Spiel von sechs verbleibenden Endspielen gegen den Abstieg für uns (Tabellenstand siehe unten).

Entsprechend engagiert begann Einheit mit der diesmal geänderten Startformation Schmunck – Kermit, Lehmann, Rackow – Rosi, Heinrich – Schulze. Angriff auf Angriff rollte auf das Tor des Tabellenvorletzten Lankwitz zu. Wie so oft meist initiiert von Spielgestalter Rosi und dann auf oder über Heinrich auf Schulze. Selbst die Außenverteidiger, insbesondere Rackow und später Meixner, konnten während des gesamten Spiels nach vorne eingreifen und kamen auch zu Chancen. Abwehrchef Kermit biss sich wieder einmal trotz Schmerzen bravourös durch und bügelte immer dann aus, wenn Lankwitzer Angreifer selten einmal die sonst sehr sichere, eng am Mann stehende und kompakte Abwehr umkurven konnte. Auch Torwart Schmunck konnte sich gestern einige wenige Male auszeichnen, als er wichtige Bälle sicher entschärfte bzw. durch gutes Stellungsspiel.

Logischerweise fiel früh das 1:0 für Einheit (5. Minute) durch einen Pass von Rosi auf Heinrich, nach dem Ball durch zwei Lankwitzer Abwehrspieler durchgerutscht war. Die Chancenauswertung ließ das gesamte Spiel beim überlegenen Pankow zu wünschen übrig. Daher konnte Lankwitz ein wenig überraschend das 1:1 erzielen. Ein korpulenter Spieler wurde im Strafraum angespielt. Eine Drehung, das reicht ja oft auf dem Kleinfeld, der am Mann stehende Kermit musste im Strafraum vorsichtig sein und der Ausgleich war da.

Pankow aber danach im gesamten Spiel im Vorwärtsgang und besser als Lankwitz. Rosi passte nicht lange nach dem Ausgleich in jahrelang bewährter Manier auf Schulze, der präzise zum 2:1 einschoss.
Meixner wurde für Rackow als rechter Verteidiger eingewechselt und die beiden rotierten auf diesem Posten auch in der zweiten Halbzeit. Gestern klappte die Rotation und das damit verbundene Luftholen hervorragend, auch beispielsweise zwischen Lehmann und Krubeck (linke Abwehrseite). Meixner spielte diesmal sehr sicher in der allgemein starken Abwehr. Er zog an zwei gegnerischen Abwehspielern vorbei, schoss so hart, dass der Torwart den Ball nur noch vorne abklatschen konnte und Rosi schoss Abpraller ins Tor. Der Schiri erkannte das Tor nicht an wegen angeblichen hohen Beins.

Dann folgten in Halbzeit 1 und auch länger in Halbzeit 2 zahlreiche Konterchancen für Einheit. Das einzige Manko gestern war, dass die riesigen Räume, die sich Einheit boten, nicht clever genutzt wurden und oft der letzte Pass nicht ankam. Nach zahlreichen Torchancen konnte Heinrich nach feinem Pass gegen Mitte der zweiten Halbzeit zum hochverdienten 3:1 einschießen – der Entscheidung. Dann ein großer Auftritt von Rosi, als er alleine auf den Lankwitzer Torwart zurannte. Die einen meinten, er nahm mit der Sohle den Ball mit und tunnelte den Keeper, andere meinten, er schlug über den Ball und konnte dadurch den verwirrten Torwart überwinden. Auf jeden Fall sah die Aktion bitter für Lankwitz aus. Dann noch weiteres Dominieren von Einheit und ein schöner Fernschuss von Kaule, den der gegnerische Keeper gerade noch zur Ecke klären konnte. Das war’s – ein hochverdienter 4:1 Sieg für Pankow stand fest.

Der Schiedsrichter hatte es gestern schwer, da besonders durch zwei, drei Spieler des Lankwitzer Teams (auch von außerhalb des Platzes) immer wieder gemeckert und reklamiert wurde. Die Emotionen eines um die wohl letzte Chance kämpfenden Teams im Abstiegskampf. Nach einer Notbremse eines Lankwitzer Spielers zeigte er nicht einmal gelb. All das und das harte Einsteigen des spielerisch unterlegenen Lankwitz wurde von Einheit gestern mit Leistung und Dagegenhalten beantwortet.

Fazit: keiner der zehn eingesetzten Spieler von Einheit fiel ab, eine wahrlich kompakte Mannschaftsleistung. Lankwitz und Nordring dürften wir nach menschlichem Ermessen nach dem gestrigen Spiel punktemäßig abgehängt haben. Bezüglich des dritten Abstiegsplatzes (Tabellenzwölfter, momentan Hürriyet) geht uns noch für uns (Satz auf Platz 8) und fünf weitere Vereine eng zu. Gegen einen davon geht es im nächsten Spiel für uns: nach der Osterpause zuhause gegen Marzahn.

Rüdiger Meixner

18. Spieltag am 25.03.2011

VfB Sperber Neukölln vs. VfB Einheit zu Pankow 5:1 (3:0)

Einheit: selbst aus Takt gebracht und gedanklich zu langsam

Pankows Tor:           4:1 F. Milack

 

Aufstellung

Tor:                D. Schmunck

Abwehr:         F. Schönebeck (Kermit), R. Meixner, F. Krubeck

Mittelfeld:      F. Milack (Eichie), M. Schulz

Sturm:            J. Hinz und Volker
                       

Beim gestrigen Freitagabendspiel gab es für Einheit nach der Siegesserie der letzten Wochen verdient einen auf die Mütze. Das hatte Gründe.

Zunächst einmal der Personalmangel: wenigstens drei Spieler (Mittelfeld und Sturm) des erfolgreichen Teams seit Jahresbeginn fehlten (meist verletzt). Daher verstärkte uns wieder einmal Volker von den 50ern (vielen Dank), der im Sturm mit dem heute beginnenden Hinz rotierte. Einheit wurde vom heutigen Trainer M. Schulz extrem defensiv eingestellt, da der gegnerische Spitzenclub eine monatelange erfolgreiche Serie hatte.

Das funktionierte bis Mitte der ersten Halbzeit gut. Einheits bewährte Abwehrreihe der erfolgreichen Zeit ab Jahresbeginn (Schönebeck, Meixner, Krubeck) gewann gegen den das gesamte Spiel angreifenden Gegner die erforderlichen Zweikämpfe. Und vorne wurde wie angeordnet mit langen Bällen die wechselnde einzige Spitze mit oft einem nachrückenden Mittelfeldspieler bedient, was in Halbzeit 1 sogar zu zwei, drei recht gefährlichen Konterszenen, insbesondere durch Eichie, führte.

Der Gegner spielte überlegen, aber seine Schüsse meist aus der zweiten Reihe verpufften oder wurden vom starken Keeper Schmunck unter sich begraben. Da zog ein Neuköllner etwa zur 15. Minute zentral aus der zweiten Reihe mit Vollspann ab. Der Ball zischte unhaltbar durch die Abwehr zum 1:0.

Meixner gewann bis Minute 17 auch wie in den letzten erfolgreichen Spielen seine Zweikämpfe und spielte wie angeordnet die Bälle lang in die Spitze. Dann ging das ungewohnte Gemecker von zwei Mitspielern los. Das brachte Meixner bis Ende der ersten Halbzeit aus dem Takt. Er ließ sich kurz nach dem 0:1 den Ball abluchsen, auch weil er gedanklich zu langsam war, zwei Pässe und es stand plötzlich 2:0 für Neukölln. Das gesamte Pankower Team geriet bis zur Halbzeit völlig aus dem Takt und verlor den Mut gegen diesen starken Gegner. Neukölln lockte Einheits Spieler geschickt auseinander, so dass der kompakte Defensivverbund (Abwehr und Mittelfeld) gelockert wurde. Mit kurzen Pässen und gekonntem Freilaufen in diesen freien Raum stand es ratz-fatz 3:0. So sieht guter Kleinfeldfußball aus. 

In der Pankow-Kabine zur Halbzeit (und auch nach Spielende) war die Stimmung wieder positiver/versöhnlicher und der gewohnte gute Teamgeist schaute wieder rein.

Auch daher stand Einheit, insbesondere in der Defensive, in der zweiten Halbzeit wieder ein wenig besser, ackerte robuster gegen einen weiterhin technisch und taktisch übermächtigen Gegner und ließ sich nicht abschießen. Sperber konnte in bewährter Manier nur zweimal entscheidend Spieler freispielen, zum ihrem vierten und fünften Treffer.

Nicht zufällig die Vorbereitung zum 1:4 von Pankow durch Torwart Schmuck, der gestern der Beste in einem schwachen Team war. Ohne seine Paraden hätte es übler ausgehen können. Er machte es besser als wir sonst: sein im Stile eines modernen Keepers mit dem Fuß geschlagenen Pass auf Eichie verwertete dieser nach einem gekonnten Laufweg durch eine Lücke in Sperbers Abwehr und einem platzierten Flachschuss zum Ehrentreffer. Ein faires Spiel mit einem guten Schiri ging 5:1 zuende.

Fazit: Positiver verhalten und kompakter, dichter stehen – dann wird es für Pankow wieder zu mehr Erfolg als gegen dieses Spitzenteam reichen, das völlig zu Recht mindestens für einen Tag die Tabellenführung übernommen hat. Nächsten Samstag geht es für Einheit zuhause gegen Blau-Weiß.

Rüdiger Meixner

17. Spieltag am 19.03.2011

VfB Einheit zu Pankow vs. SV Adler 3:0 (1:0)

Es läuft wieder – dritter Sieg im 4. Spiel seit Jahresbeginn

Tore: 1:0 F. Milack

        2:0 J. Schulze
        3:0 J. Lehmann

Aufstellung:

Tor:                D. Schmunck

Abwehr:         F. Schönebeck, R. Meixner, F. Krubeck

Mittelfeld:      J. Lehmann, H. Rackow, F. Milack

Sturm:            J. Schulze, M. Schulz, J. Hinz
                       
Einheit landete heute den dritten Sieg im vierten Punktspiel seit Jahresbeginn (bei einem Unentschieden). Das kann sich nach schwachem Saisonauftakt sehen lassen. Weiter so – dann setzen wir uns von der Abstiegsregion noch mehr ab. 

Mit der seit Jahresbeginn eingespielten und erfolgreichen Startformation ging es in die Partie gegen SV Adler, die uns im Hinspiel noch hoch abschossen. Diese Mal lief es anders herum. Einheit, gut von Trainer M. Schulz eingestellt, legte zu seiner Freude konzentriert los. Der kämpferische und torgefährliche Schulze tankte sich links durch und schlug eine schöne hohe Flanke ein paar Meter zentral vors Tor. Darauf spekulierte der aufgerückte Meixner (und direkt hinter ihm auch Rackow). Meixner köpfte unbedrängt links neben das Tor. Aus der souveränen Pankow-Abwehr (anfangs Schönebeck, Meixner, Krubeck) lief der Ball über das spielstarke Mittelfeld (anfangs Lehmann und Rackow) immer wieder gekonnt noch vorne und ermöglichte Einheit in der ersten Halbzeit ein klares Chancenübergewicht. Einziges Manko: nur einmal sprang etwas Zählbares heraus.

Der wie gewohnt lauf- und kampfstarke Rackow bewies diesmal dazu noch starke Übersicht. Nach einer herrlichen Einzelleistung legte er gekonnt quer auf Milack, der zum 1:0 einschoss. Dass der heute stark aufspielenden Rackow wenig später verletzt runter musste (gute Besserung), war heute besonders schade, wurde jedoch durch eine wahrlich kompakte Teamleistung und die immer wechselweise eingewechselten Schulz und Hinz heute locker kompensiert. Schönebeck, gewohnt souveräner Abwehrchef, konnte sich heute sogar den Luxus leisten, einen 9-Meter zu verschießen. Er schoss zwar hart aber nicht sonderlich weit in die Ecke, so dass der spekulierende Torwart von Adler gut hielt. Milack vergab kurz vor Halbzeitpfiff eine ebenso riesige Kopfballchance wie Meixner zu Spielanfang.

Zweite Halbzeit das gleiche Bild wie in der ersten: Pankows Abwehr mit dem Turm in der Schlacht Schönebeck, Meixner auf rechts und aufgrund Verletzungen wechselnden Spielern auf links (wie bereits letzte Woche) hielt souverän dicht. Adler fiel nur gelegentlich etwas Brauchbares ein, die mit der eigenen Leistung immer wieder haderten. Und so fielen zwangsläufig die weiteren Einheit-Tore. Nach einem weiten Abschlag des wieder sicheren Rückhalts und Torstehers Schmunck, der diesmal nicht oft gefordert wurde, verwickelte Hinz seinen Gegner in ein Kopfballduell. Der Ball prallte zu Schulze, der gekonnt zum 2:0 einschoss.

Vor dem Endstandtreffer zum 3:0 tankte sich Schulze wie so oft durch die oft wacklige gegnerische Abwehr und legte auf Lehmann quer, der den Ball mühelos ins leere Tor einschob. Weitere Einheit-Chancen blieben ungenutzt. Zu erwähnen noch die zahlreichen und oft heftigen Fouls gegen den heute nicht zu haltenden Stürmer Schulze, die unverständlicherweise vom sonst guten Schiedsrichter nicht einmal mit Gelb geahndet wurden. Sonst wurde das Spiel allermeist beiderseitig fair geführt. Dann noch ein umstrittenes Handspiel eines Adler-Spielers im eigenen Strafraum und aus die Maus.

Fazit: Chancenauswertung verbessern und sonst genauso kompakt spielen wie seit Wochen, dann wird es passen für Einheit. Nächsten Freitag kommt das schwere Auswärtsspiel gegen den Tabellendritten Sperber Neukölln.

Rüdiger Meixner

16. Spieltag  am  12.03.2011

BSV Hürriyet Burgund II vs. VfB Einheit zu Pankow 0:4 (0:3)

Wieder 3:0 in Führung – aber Defensive diesmal undurchdringlich

Tore: 1:0 Jörg Schulze

        2:0 Jörg Hinz
        3:0 Jens Rosalski
        4:0 Jörg Schulze

Aufstellung:

Tor: Schmunck, Detlef

Abwehr: Schönebeck, Frank, Meixner, Rüdiger, Krubeck, Frank

Mittelfeld: Rosalski, Jens, Rackow, Hardy, Eichie

Sturm: Schulze, Jörg, Hinz, Jörg
                       
Nach dem ärgerlichen Ausgang der Partie letzte Woche (nach einer 3:0-Führung noch 3:3 gespielt) machte Einheit es dieses Mal besser: auch 3:0 geführt und dank souveräner Defensivarbeit zu Null gespielt (4:0).

Mit ganz ähnlicher Startformation wie seit Jahresbeginn üblich ging Einheit beherzt in das Spiel gegen ein mutmaßlich nur mit türkischstämmigen Spielern besetzten Team an der Stralsunder Straße. Vorher wurde der Defensive mit Abwehrchef Schönebeck, Meixner und Krubeck (später angeschlagen raus, alles Gute) vom heutigen Spielertrainer Eichie eingebimst, dass der Gegner aus der Erfahrung des Hinspiels dribbelstarke Offensivkräfte besitzt, die gerne mit schnellen Haken die Abwehrspieler umkurven. Dies bewahrheitete sich heute teilweise, war aber dank dieser Vorwarnung von der gutgestaffelten Pankower Defensive beherrschbar.

Einheit, wie so oft diese Saison, mit starkem Beginn: hinten wurde meist solide nach vorne rausgespielt, der umsichtige Rosalski verteilte gewohnt souverän die Bälle, der lauf- und kampfstarke Rackow assistierte und Schulze im Sturm war ein gewohnt kampfstarker dauernder Unruheherd in der türkischen Abwehr. Hürriyet kam nie ganz zur Entfaltung, aber hatte schon einige gute Spielzüge und (wenige) klare Torchancen – dank der sicheren Pankower Defensive und des fehlerlosen Schmunck im Tor passierte diesmal nichts. Und diesmal hatte Einheit auch die Prise Glück, die nun mal dazugehört, zwei gegnerische Schüsse hämmerten im 1. Durchgang an den Pfosten.

Das 1:0 und 3:0 durch Schulze und Rosalski in bewährter Manier clever herausgespielt (ich meine auch wechselseitig). Die beiden suchten sich die gesamte Partie entsprechend oft nach über 30-jähriger Zusammenspiel-Erfahrung.

Vor dem 2:0 rief der eingewechselte Hinz vor einem der diversen Einheit-Eckbälle zum als kopfballstark aufgerückten Meixner clever: „Du kurzer, ich langer Pfosten.“ So wurde es gemacht, was den Gegner anscheinend so verwirrte, dass Hinz mit harter Direktabnahme einschoss. Dies freute alle besonders, was Hinz Auftrieb und weitere Treffer für die kommenden wichtigen Wochen in Einheits Abstiegskampf bescheren sollte.

Der Schiedsrichter zeigte eine gute Leistung und gab zurecht der gegnerischen Mannschaft mehrere gelbe Karten. Obwohl diese sonst recht fair und meist im Rahmen agierte, hätte allerdings ein Spieler nach mehreren härteren Fouls vom Schiri Gelb-Rot sehen müssen, was nicht geschah. Bei diesem souveränen Auftreten von Einheit hatte dies aber keinen entscheidenden Einfluss mehr auf Pankows verdienten Sieg.

Zu erwähnen sind noch Schulzes zweiter Treffer zum Endstand von 4:0 und zwei schöne Fernschüsse aus gefühlten 30 Metern von Rackow und Meixner, die der überraschte gegnerische solide Torwart jeweils zur Ecke klären konnte. So richtig kam Burgund nicht mehr ins Spiel, so dass der Sieg, auch in der Höhe, diesen Samstag in Ordnung ging. Auf ein Neues mit ähnlicher Einstellung und wasserdichter Defensive gegen SV Adler nächsten Samstag – dann wird die Klasse klar gehalten werden können.

üdiger Meixner
 
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